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Aichach-Algertshausen

11.08.2014

3000 Besucher strömen zum Stereowald-Festival

Wenn den Bäumen Ohren wachsen: Rund 3000 Besucher kamen nach Angaben der Veranstalter zum Stereowald-Festival am Grubet in Aichach.
Bild: Ramona Eberle

Ein sonniges Wochenende lang feiert Aichach sich und seine Musikhelden. Auch die sind begeistert. Einer aber nimmt Abschied

Aichach-Algertshausen Nirvana, Bob Dylan, Farin Urlaub, Bob Marley, The Rolling Stones – es sind die ganz Großen der Musikgeschichte, die die Besucher auf dem Weg zum Stereowald-Festival begleiten. Ihre bekanntesten Songzitate sind in weißer Schrift auf dem von der Sonne erhitzten Asphalt zu lesen. Das stimmt ein auf das, was einen dort am Grubet erwartet. Nicht die Weltstars, aber fantastische Musik.

Oben haben sich bereits lange Schlangen an den Kassen gebildet. Heimische Brauereien stillen den Durst der Besucher. 3000 werden es nach Angaben der Veranstalter am Ende sein. Auch Simon Schlagintweit, Talissa van Leeuwen und Tobias Kein haben sich gerade mit einem frischen Bier versorgt und sind begeistert von der Atmosphäre: „Es ist einfach die perfekte Location für so ein Festival. Und es sind so viele Leute aus Aichach hier. Man könnte meinen, die haben nur auf so etwas gewartet.“

Auch viele Familien mischen sich unter die jungen Festivalgänger. Das sei ganz bewusst so aufgezogen, sagt Josh Stadlmaier, einer der Organisatoren. „Es sollte einfach ein Festival für jede Altersklasse sein.“ Die vielen Kinder tummeln sich meist am Spielplatz, vor den Bühnen mit ihren Eltern oder sitzen bei Eva Ullrich auf dem Stuhl.

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Die 23-jährige Goldschmiedin hat mit Katharina Dietz aus dem Aichacher Stadtteil Unterschneitbach und Katharina Asam aus Kissing einen der Stände. Hier verkaufen die drei Mädels nicht nur Schmuck und selbst designte T-Shirts. Ullrich flicht auch „Zauberzöpfe“ in die Haare der Besucher. Sie erzählt: „Das kommt bei Frauen und Männern gleichermaßen an. Aber meistens flechte ich den Kindern ihre Zöpfe.“ Manche muss sie vertrösten, weil sie gar nicht nachkommt.

Das Goldschmiedinnen-Trio hat erst durch Stereowald zusammengefunden. Dietz: „Wir wurden gefragt, ob wir uns vorstellen könnten, gemeinsam einen Stand zu machen.“ Die Kooperation bringt einen Vorteil mit sich: „Wir können uns ein bisschen abwechseln, sodass jeder vielleicht auch das ein oder andere Konzert anschauen kann.“ Hier schallt die Musik nur leise.

Auf der großen Wiese vor der Hauptbühne aber dröhnen die Bässe und Gitarrenriffs nur so um die Wette. Hier und auf der kleineren Waldbühne geben 15 Bands ihr Repertoire zum Besten. Am populärsten sind wohl die Headliner Moop Mama aus München. Als sich am Freitagabend der Auftritt der Brass Band um Frontmann Keeno nähert, ist fast die komplette Wiese besetzt.

Marcus Kesselbauer hat die Gruppe vor fünf Jahren ins Leben gerufen. Der Saxofonist ist begeistert von der Stimmung am Grubet. Er sagt: „Wir hatten ja keine rechte Vorstellung, was uns hier erwartet. Bis auf den Namen, der schon mal ziemlich cool war, wussten wir ja nichts über das Festival.“

Kesselbauer schwärmt: „Das ist so krass, wenn du auf der Bühne bist und zehn Typen bündeln ihre komplette Energie und bekommen das dann zigfach vom Publikum zurück. Das ist unbeschreiblich!“ Übernachtet haben die Jungs übrigens im Bettenlager im Grubethaus vor Ort. Starallüren – Fehlanzeige.

Am Samstag geht es für sie weiter nach Zürich. Da sind am Grubet unter anderem das bayerische Liedermacher-Duo Schwarzbauer und Maklar, die Lokalmatadoren von Adulescens und die Indiepop-Durchstarter Fuck Art Let’s Dance aus Hamburg an der Reihe.

Emotional wird es beim vorletzten Konzert: The Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra, deren Bandmitglieder fast alle an der Organisation beteiligt sind, stehen auf der Bühne. Ganz vorne Simon Weiß an der Trompete. Für das Gründungsmitglied ist es das letzte Konzert. Noch einmal stimmt er die Melodie von „Don’t worry, be happy“ an. Dann war’s das für ihn.

Als auch Fuck Art Let’s Dance die Bühne verlassen haben, ziehen die Besucher von dannen. Einige fahren mit dem Shuttlebus davon, andere steigen schon am Parkplatz aus. Direkt hinter dem Nirvana-Zitat auf der Straße: „Come as you are“ (Deutsch: „Komm wie du bist.“)

Bei uns im Internet finden Sie eine Bildergalerie zum Stereowald-Festival.

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