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Veranstaltung

25.06.2019

33 Kanonen und Standböller feuern auf ein Kommando

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Krieger- und Soldatenverein Obergriesbach pflegt den Brauch des Sonnwendschießens. Nächstes Jahr steht ein Jubiläum ins Haus

Das Sonnwendschießen hat beim Krieger-und Soldatenverein (KSV) Obergriesbach inzwischen einen festen Platz im Jahreskalender. Zum fünften Mal in Folge ließ der Verein den alten Brauch aufleben.

Zum Sommeranfang am 21. Juni, wenn die Sonne in Breiten oberhalb des nördlichen Wendekreises ihren Höchststand erreicht, wird mancherorts dieser alte Brauch, wie hier in Obergriesbach, gepflegt. Rund um den Fußballplatz des Sportvereins SVO standen die Kanoniere mit ihren 33 Kanonen und Standböllern und feuerten auf Kommando von Schießleiter Manfred Kaiser, was das Zeug hielt.

„Eine wunderbare Idee, um gemeinsam den Sommeranfang zu feiern und so die Gemeinschaft und die Zusammengehörigkeit der Bürger zu stärken“, so war schon beim ersten Sonnwendschießen 2015 der Tenor. Und das ist so geblieben. Viele Zuschauer kamen auch diesmal wieder, um das lautstarke und imposante Spektakel mitzuerleben. KSV-Vorsitzender Berthold Schmitt begrüßte die Zuschauer und Ehrengäste, im besonderen Landrat Klaus Metzger, Bürgermeister Josef Schwegler und Altlandrat Christian Knauer. Letzterer habe bereits zugesagt, für das Fest zum 100-jährigen Bestehen des KSV im Jahr 2020 die Schirmherrschaft zu übernehmen, wie Schmitt sagte. Der Musikverein Obergriesbach spielte in den Pausen zur Unterhaltung der Gäste.

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Rund um den Fußballplatz hatten die Kanoniere ihre Kanonen und Standböller aufgestellt. Die Unterschiede hätten größer nicht sein können, wenn man so in die Runde blickte. Die kleinste Kanone mit 14 Gramm Schwarzpulver hatten unter anderem die Spargellandschützen, die gleich mit fünf Kanonen und Standböllern angetreten waren. Der KSV Sielenbach war mit drei Kanonen angerückt, darunter eine der größten auf dem Feld. Für den Vorderlader Marke Eigenbau brauche man 240 Gramm Schwarzpulver, verriet Kanonier Michael Obeser. Eine der lautesten war sie allemal.

Schießleiter Manfred Kaiser gab die Kommandos für die Schießübungen. Sicherheit war dabei oberstes Gebot. Mit Bekanntgabe des Vereins gab jeder Schütze einen Vorstellungsschuss ab, gefolgt von Reihenfeuer, mal langsam, mal schnell.

Dieselben Schießübungen hatten anschließend die 40 Handböllerschützen zu absolvieren, die in der Mitte des Fußballplatzes Aufstellung genommen hatten. Sie bekamen vor der Pause noch die ersten Regentropfen ab. Zur Verpflegung der Gäste bot das Team des KSV „Kanonenwürste“ vom Grill an. Nach der Pause hatte sich der Regen wieder verzogen. Die Kanoniere nahmen noch einmal Aufstellung und feuerten einen Doppelschlag ab.

Der Salutschuss, bei dem alle gleichzeitig feuerten, war der krönende Abschluss. Berthold Schmitt bedankte sich bei seinen Vereinskollegen für die gute Zusammenarbeit, beim Sportverein für die Unterstützung und die Bereitstellung des Platzes sowie bei der Freiwilligen Feuerwehr Obergriesbach, die für alle Fälle anwesend war.

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