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Neujahrsschießen

02.01.2020

40 Geschütze eröffnen in Sielenbach das neue Jahr mit Donnerhall

Die Sonne und der Rauch tauchen das Feld hinter dem Place de St. Fraimbault in unwirkliches, fast gespenstisches Licht.
3 Bilder
Die Sonne und der Rauch tauchen das Feld hinter dem Place de St. Fraimbault in unwirkliches, fast gespenstisches Licht.
Bild: Alice Lauria

Plus Über 300 Besucher kamen zum Neujahrsschießen in Sielenbach. Dabei waren 40 Geschütze zu hören. Das lauteste von allen war das der Gastgeber.

Die heilige Barbara, Schutzpatronin der Kanoniere, Sprengmeister und der Artillerie, meinte es am ersten Tag des Jahres 2020 besonders gut mit dem Krieger- und Soldatenverein (KSV) Sielenbach und dessen Gästen: Sie schickte am Nachmittag strahlenden Sonnenschein und günstigen Wind.

Traditionsgemäß begrüßten die Sielenbacher heuer zum 18. Mal das neue Jahr mit Kanonenfeuer. 40 Kanonen und Standböller, zwei mehr als im Vorjahr, waren von insgesamt 24 Vereinen U-förmig auf freiem Feld hinter dem Dorfplatz aufgebaut. Sie glänzen in der eisigen Januarsonne.

Die Kanone des KSV Sielenbach war nicht nur die lauteste von allen, sie sorgte auch für eine Menge Rauch.
Bild: Alice Lauria

Kanone der Gastgeber lässt Boden erzittern

Die Kanoniere warteten auf das Signal des Schießleiters Franz Moser, während Bürgermeister Martin Echter die über 300 Zuschauer begrüßte und die Sielenbacher Blaskapelle musikalisch zum neuen Jahr aufspielte. Nach den genau festgelegten Kommandos des Schießleiters – „Laden“, „Zünder setzen“, „Sicherheit anzeigen“ und schlussendlich „Feuer“ – zeigen zuerst in einer langsamen Vorstellungsrunde die Vereine, was ihre Geschütze können. Zuvor waren sie namentlich vor jedem Schuss vorgestellt worden. Es folgte ein langsames und ein schnelles Reihenfeuer.

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Auf Anraten Franz Mosers hielten sich die meisten Zuschauer und vor allem die Kinder die Ohren mit der flachen Hand zu. Die Münder ließen sie zum Druckausgleich leicht geöffnet. Denn einige der 40 Kanonen ließen es ordentlich krachen. Den lautesten Knall schaffte auch in diesem Jahr die selbst gebaute Kanone und damit der ganze Stolz der Sielenbacher Gastgeber. Unverwechselbar sorgte das Geschütz für zitternden Boden und eine spürbare Druckwelle.

Feuerten die lauteste der 40 Kanonen ab (linkes Bild von links): Michael Obeser, Florian Schallmair und Michael Kopp mit der selbst gebauten Kanone des KSV Sielenbach.
Bild: Alice Lauria

Weiteste Anreise haben Teilnehmer aus dem Chiemgau

Die weiteste Anreise zum Neujahrsschießen in Sielenbach hatten sicherlich die Kanoniere der Fuschbachtaler Böllerschützen aus Vachendorf im Chiemgau. Nach einer kurzen Pause mit Kanonenwürsten und Glühwein wurde neu geladen.

Allerdings mussten nicht alle Geschütze vor jedem Schuss geladen werden. Der dreischüssige Standböller „Sirius“ wurde speziell zum Totengedenken und für Beerdigungen erdacht. Hier können drei Schuss abgefeuert werden, ohne dass zwischenzeitlich nachgeladen werden müsste. Nach einem Reihenfeuer in umgekehrter Reihenfolge und einem gegenläufigen Reihenfeuer kam der von allen Anwesenden erwartete Salutschuss aller 40 Geschütze zur gleichen Zeit. Mit ohrenbetäubendem Lärm beendete er das Sielenbacher Neujahrsschießen 2020.

Die teilnehmenden Vereine:

  • KSV Sielenbach
  • Fuschbachtaler Böllerschützen Vachendorf (Chiemgau)
  • KSV Unterbernbach
  • Vorderlader- Sport- und Böllerschützenverein Unterknöringen
  • Drei Lindenschützen Zusmarshausen
  • KSV Zusmarshausen
  • KSV Gallenbach
  • KSV Klingen
  • KSV Sulzbach/Unterschneitbach
  • Feuerschützen Kühbach
  • KSV Obergriesbach
  • KSV Wollomoos
  • KSV Tandern/Randelsried
  • Feuerschützen Wertingen
  • Spargellandschützen Schrobenhausen
  • Schützengesellschaft Unterelchingen
  • KSV Aretsried
  • Schützenabteilung der Turn- und Sportgemeinschaft 1885 Augsburg
  • Schützengesellschaft Fortuna 1970 Augsburg
  • Veteranen- und Soldatenverein Wollmertshofen
  • KSV Unterweikertshofen
  • Böllergruppe Langerringen
  • KSV Lindach
  • Waldheil Streitheim
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