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Wirtschaft

12.09.2019

41 Mitarbeiter bangen in Aindling um ihre Jobs

Insolvenzantrag gegen zwei Aindinger Firmen haben das Finanzamt und eine Krankenkasse gestellt.
Bild: Monika Skolimowska/Symbolbild (dpa)

Die Schwester-Firmen BHK und Stahlbau GmbH in Aindling stehen kurz vor der Insolvenzeröffnung. Es sind 41 Mitarbeiter betroffen. Momentan ist ihnen noch geholfen.

Bangen um 41 Arbeitsplätze in Aindling: Mitte August hat das Amtsgericht eine vorläufige Insolvenzverwaltung für die beiden Schwester-Firmen Stahlbau Aindling GmbH und BHK Aindling GmbH angeordnet. Betroffen sind insgesamt 41 Mitarbeiter. Voraussichtlich bis spätestens 1. Oktober werden die Insolvenzverfahren für die beiden Unternehmen eröffnet. Das teilt Alexander Görbing, Pressesprecher der Kanzlei Schneider, Geiwitz und Partner in Augsburg, auf Anfrage mit.

Finanzamt und Krankenkasse haben die Insolvenzanträge gestellt

Die Insolvenz haben, wie aus dem Insolvenzantrag hervorgeht, im einen Fall das Finanzamt wegen ausstehender Steuern, im anderen Fall eine Krankenkasse gestellt.

Die BHK beschäftigt 26, die Stahlbau 15 Mitarbeiter

Andrea Wolf von der Kanzlei Schneider, Geiwitz und Partner wurde für die BHK Aindling zur vorläufigen Insolvenzverwalterin bestellt. Die BHK bietet laut Görbing im wesentlichen die Planung und den Bau von Rohrleitungsanlagen in Industrieunternehmen. Die Gesellschaft beschäftigt aktuell noch 26 Arbeitnehmer. Wolfs Kollege Rechtsanwalt Christian Plail aus der gleichen Kanzlei ist für die Stahlbau Aindling GmbH zuständig. Sie beschäftigt derzeit 15 Mitarbeiter, stellt Stahlkonstruktionen für den Maschinenbau her und ist zum Großteil als Subunternehmerin der BHK Aindling GmbH tätig. Beide Firmen haben laut Görbing den gleichen Geschäftsführer, „Gesellschafteridentität besteht allerdings nicht“.

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Die vorläufigen Insolvenzverwalter suchen nach Lösungen

Wie geht es nun weiter? Der Geschäftsbetrieb ist im Moment in Aindling nicht beeinträchtigt. Er werde „derzeit uneingeschränkt fortgeführt“, so Görbing. Parallel würden Gespräche wegen einer möglichen Zukunftslösung geführt. Was die Erfolgsaussichten anbelangt, ist eine Aussage laut Görbing im Moment noch zu früh. Die Mitarbeiter bekommen bislang weiterhin ihren Lohn. Sie erhalten noch bis Ende September so genanntes Insolvenzausfallgeld. Das zahlt die Arbeitsagentur.

Die jüngste Entwicklung bei den beiden Aindlinger Firmen hat im übrigen nichts mit der Südstahl GmbH zu tun. Das Mertinger Unternehmen betreibt in Aindling ein eigenes Werk in Nachbarschaft zu den von der Insolvenz bedrohten Firme. Am Lechrain sind nach Auskunft von Südstahl-Prokurist Peter Birkner aktuell 26 von insgesamt 139 Mitarbeitern der GmbH beschäftigt. Geschäftsführer von Südstahl sind der Aichacher Unternehmer Werner Käuferle und sein Sohn Ulrich.

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