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31.05.2017

90 Sekunden für die Demokratie

Landrat Klaus Metzger (links), KJR-Geschäftsführerin Gottfriede Schwitters und Kreisjugendpfleger Matthias Matuschka zeigen das Filmplakat.
Bild: Samuel Jacker

Im Landkreis Aichach-Friedberg startet ein Projekt, in dem sich Jugendliche in einem kurzen Film mit der Demokratie auseinandersetzen sollen

Jugendliche werden oft für zwei Dinge kritisiert. Zum einen könnten sie keine Sekunde ohne soziale Medienplattformen verbringen. Zum anderen klagen viele über Politikverdrossenheit. In einem laut Landrat Klaus Metzger außergewöhnlichen Projekt wollen der Landkreis Aichach-Friedberg und der Kreisjugendring die Begeisterung der Jugendlichen für Medien nutzen. In einem selbstgedrehten 90-sekündigen Film sollen sie sich mit politischen Themen wie der Demokratie auseinandersetzen.

„Populistische Parteien gibt es nicht nur in Übersee, sondern auch in Deutschland. Wir wollen Jugendliche für Demokratie sensibilisieren“, erklärt der Kreisjugendpfleger Matthias Matuschka das Ziel der Aktion. Matuschka und die Kreisjugendring-Geschäftsführerin Gottfriede Schwitters sind die Initiatoren des Projektes.

Die Teilnehmer sollen zwischen 14 und 21 Jahren alt sein. Sie sollen bei dem Projekt erfahren, dass Demokratie nicht abstrakt ist, sondern auch im eigenen Landkreis stattfindet. Ziel ist auch, dass die Jugendlichen einen sinnvollen Umgang mit den Medien lernen. Tipps zum Filmdreh und die Bewertungskriterien der Jury sind auf der Internetseite des Landratsamtes zu finden.

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Für Landrat Metzger ist es wichtig, dass die Filme aus einem Dialog heraus entstehen. Deshalb müssen mindestens zwei Leute an dem Projekt beteiligt sein. Die Maximalanzahl ist zehn. Die Jugendlichen können das fertige Projekt auf einem USB-Stick oder einer CD beziehungsweise DVD abgegeben. Bei Minderjährigen ist die Einverständniserklärung der Eltern nötig.

Nachdem die überwiegende Mehrheit der Zielgruppe Schüler sind, sollen auch Jugendsozialarbeiter an Schulen Werbung für die Aktion machen. Unter Umständen sei das Filmprojekt ein willkommener Lückenfüller, um die Zeit vor den Sommerferien sinnvoll zu nutzen, meint Matuschka.

Der Einsendeschluss ist Freitag, 28. Juli. Es gibt es auch Preise für die Gewinner. Matuschka betont aber: „Die Sachpreise werden nicht vorher benannt. Sie richten sich nach dem Gewinner.“ Damit soll auf verschiedene Gruppengrößen und Altersstufen eingegangen werden.

Eine fünfköpfige Jury soll die Siegergruppe ermitteln. Unter den Juroren ist auch ein Jugendlicher aus Pöttmes. Laut Metzger ist er als Vertreter für den nördlichen Landkreis zu verstehen. Der südliche Landkreis ist dagegen Gastgeber der Preisverleihung. Damit belohnen die Initiatoren das Engagement der Meringer Jugendhilfe bei der Entwicklung der Idee. Sie gestaltete das Plakat.

Am Tag der Siegerehrung werden drei Gruppen prämiert. Diese findet am Samstag, 23. September, statt. Der Tag ist bewusst gewählt, denn am darauffolgenden Sonntag sind die Bundestagswahlen.

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