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Tradition

06.10.2014

A Pfundsgaudi in der Scheune

Siegfried Wittmann, einer der „Hoderlumpen“ erklärt den offiziellen Teil als beendet. Die gutgelaunten Gäste füllten den „legendären Hut“. Der Erlös wird vollständig für die Jugendarbeit des Musikvereins verwendet.
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Siegfried Wittmann, einer der „Hoderlumpen“ erklärt den offiziellen Teil als beendet. Die gutgelaunten Gäste füllten den „legendären Hut“. Der Erlös wird vollständig für die Jugendarbeit des Musikvereins verwendet.

Der Aindlinger Musikverein trifft mit „Aufspuin beim Wirt“auf dem Schweizer Hof in Sand ins Schwarze

Todtenweis-Sand Sie hatten eine „Pfundsgaudi“, die etwa 150 Besucher am Freitagabend im Schweizer Hof in Sand. Sie waren der Einladung des Aindlinger Musikvereins zum „Aufschpuin beim Wirt“ gefolgt.

Der Musikverein will den alten Brauch unserer Gegend pflegen. Dabei treffen sich Musikanten und Interessierte völlig zwanglos zum gemeinsamen Singen und Musizieren. Man sitzt zusammen bei guter Brotzeit und süffigem Getränk und freut sich des Lebens. So sollte es sein, und so war es auch. Jung und Alt saßen zwar etwas eng beisammen in der historisch dekorierten Scheune, doch das förderte nur die Gemeinsamkeit. Die Musikanten und der große Kachelofen sorgten für Wärme und Gemütlichkeit.

Siegfried Wittmann hatte Mühe, am Anfang seine Begrüßungsworte hörbar zu machen. Entgegen sonstiger Veranstaltungen füllte von Anfang an eine ausgelassene Heiterkeit den Raum.

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Ulrich Städele, der die Aufgabe hatte, die einzelnen Programmpunkte zu koordinieren, verschaffte sich mit markanter, lautstarker Stimme Gehör. Er übernahm die Aufgabe, das Publikum mit heiteren Geschichten herzhaft zum Lachen zu bringen. Im Wechsel mit den verschiedenen Darbietungen der Musikgruppen, wusste er lustige Episoden und Witze zum Thema Schule, Ehe und Kampf der Geschlechter. Auch Bibelg’schichterl“ und ein Gespräch zwischen Dorfpfarrer und Kaminkehrer lösten große Heiterkeit aus. Natürlich fehlte auch das Lieblingsthema in Bayern nicht: die „heiße Liebe“ zwischen Bayer und Preiß.

Ein Zelt, direkt am Scheunentor angebaut, sorgte dafür, dass die vielen Musiker Platz hatten, um auch nach der gemeinsamen musikalischen Eröffnung, so manches Stückerl zusammen zu spielen.

Die Besucher genossen die gebotene Abwechslung. Das Marktorchester mit Dirigent Peter Weber, die Altbairischen unter der Leitung von Rupert Reitberger, „De junga Oidbairischen“ und „De Hoderlumpen“ spielten abwechselnd auf und animierten zum Mitklatschen, Schunkeln und Singen.

Dabei war klar ersichtlich, dass die Musiker genauso viel Spaß an der Sache hatten wie die zahlreichen Gäste, die keine Scheu hatten und lautstark mitsangen. Die unterschiedlichsten bayrischen Musikstücke wurden mit viel Schwung und jeweils passender Dynamik „schmissig“ dargeboten.

In den kurzen Pausen genoss man Schinken- oder Käseteller, Rettich oder Kuchen. Besonders erfreut waren die Initiatoren über den Einsatz der Jugend des Musikvereins. Der Nachwuchs hatte die Instrumente daheim gelassen und übernahm den Service für diesen Abend.

Häufiges gegenseitiges Zuprosten heizte die Stimmung noch zusätzlich an. Die Besucher waren froh und heiter und genossen das „griabige“ Zusammensein. Da blieb auch nicht aus, dass Moderator Ulrich Städele so manches Mal etwas verstärkt um Gehör bitten musste. Wie in alten Zeiten wurde eben auch „dischkriert und gratscht“.

Erst nach gut drei Stunden entschlossen sich die Ersten in froher Stimmung die gemütliche Scheune zu verlassen. Viele Musikanten und Besucher waren sich einig: „Des war guad, des miaß ma boid wieder macha.“

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