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Aichach

06.07.2010

Abgeordneter Lotter gibt Praxis auf

Abgeordneter Lotter gibt Praxis auf

Der FDP-Bundestagsabgeordnete und Allgemeinmediziner Dr. Erwin Lotter und seine Frau Edith geben zum Jahresende ihre Praxis in Aichach auf. Welchen Grund das Ehepaar hatte?

Der FDP-Bundestagsabgeordnete und Allgemeinmediziner Dr. Erwin Lotter und seine Frau Edith geben zum Jahresende ihre Praxis in Aichach auf. Das bestätigte der 59-Jährige gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Als Grund nannte er die Arbeitsbelastung als Abgeordneter in Berlin. Patienten können in der Freisinger Straße aber weiterhin ärztlichen Rat einholen.

Die Praxis Lotter, die es seit 1986 in Aichach gibt, wird in eine Gemeinschaftspraxis Bringmann übergehen. Praktiziert wird weiter an den gewohnten Orten: die Praxis Bringmann in der Martinstraße, die dann ehemalige Praxis Lotter in der Freisinger Straße. Dort steigt Andreas Reichl ein, der bereit seit dem 1. Juli als Assistenzarzt bei Lotter arbeitet. Reichl ist seit Anfang '09 in der Praxis Bringmann tätig. Zuvor war er zwei Jahre als Assistenzarzt am Aichacher Krankenhaus. Der 42-jährige Walchshofener macht eigenen Angaben zufolge derzeit den Facharzt in Allgemeinmedizin.

"Man kann nicht den Abgeordnetenjob machen und gleichzeitig als Hausarzt tätig sein", hat Lotter festgestellt. Er war im Herbst 2008 als Nachrücker für den bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil ins Parlament eingezogen. Bei der Bundestagswahl im September schaffte er den Sprung auf Anhieb. Seit Erwin Lotter als "MdB" in Berlin tätig ist, betrieb seine Frau die Praxis praktisch allein. Er habe auch Sprechstunden mitgemacht, doch "man kommt aus den Verwaltungsabläufen raus", so Lotter. Auch was Medikamente anbelangt, sei man nicht auf dem neuesten Stand. Zudem habe seine Frau mit 60 Jahren nun ein Alter erreicht, wo man sich um eine Nachfolge kümmern könne. Die Medizin bezeichnete Lotter als Lebensabschnitt. "Jetzt ist das die Politik" und der will er sich mit ganzer Kraft widmen. Berührungspunkte wird es weiterhin geben. "Aus der Medizin bin ich raus, aber über die Gesundheitsreform kann ich mitreden", betont Lotter, der im Gesundheitsausschuss sitzt. (jca)

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