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05.07.2019

Abwasserzweckverband stellt sich neu auf

Die Kabisbachgruppe übernimmt die Betreuung der Kanäle von den Gemeinden.

Künftig sollen Kanäle und Anlagen, die von Gemeinden betreut wurden, unter die Obhut des Verbandes

Mit einem Überschuss sowohl im Verwaltungs- als auch im Vermögenshaushalt schloss der Abwasserzweckverband (AZV) Kabisbachgruppe die Jahresrechnung 2018.

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Rund 12700 Euro mehr als veranschlagt blieben beim Vermögenshaushalt und immerhin etwa 10500 Euro waren es im Vermögenshaushalt. Insgesamt fließen also 23200 Euro zu den Rücklagen. Dabei waren durchaus außerplanmäßige Ausgaben zu verzeichnen.

So mussten für Strom knapp 7000 Euro mehr als veranschlagt ausgegeben werden, Kosten für Geschäftsausgaben, Sachverständige oder die Gerichte verursachten Mehrausgaben in Höhe von 6000 Euro. Zu den größten Investitionen zählten für den Verband der Aufbau der Magnetisch-Induktiven Durchflussmessungsstellen – kurz MID – zur genauen Erfassung der Abwassermengen.

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Kostenpunkt: 44000 Euro, und die Überdachung des Schlammeindickungsgebäudes kostet 19700 Euro. Zur Finanzierung aller Investitionen waren 55000 Euro aus den Rücklagen geplant und getätigt worden. Als Rechnungsprüfer bestellte das Gremium erneut das Trio Dietrich Binder (Petersdorf), Peter Haberl (Todtenweis) und in Abwesenheit Josef Gamperl (Aindling).

Auf die Nachfrage von Karl Gamperl, wie weit der Abwasserzweckverband (AZV) bei der Wasserrechtserhöhung sei, antwortete der Vorsitzende der Kabisbachgruppe, Konrad Carl: „Wir haben am nächsten Mittwoch wieder Sitzung. Mit am Tisch werden Vertreter des Wasserwirtschaftsamts und des Ingenieurbüros Mayr sitzen.“

Auf Nachfrage der Aichacher Nachrichten erläuterte Carl in groben Zügen, was damit gemeint war: „Wir sind dabei, die Kläranlage nach neuen Maßgaben zu betreiben. Sie kann nämlich mehr Schmutzwasser klären, wenn wir den Mischwasserzufluss verändern und neu berechnen.“ Künftig solle nicht allein der biologische Sauerstoffbedarf (BSB) als Richtwert dienen, sondern vielmehr der chemische Sauerstoffbedarf (CSB).

Vor der Sitzung hatte sich das Gremium an der Kläranlage zu einem nicht öffentlichen Ortstermin eingefunden. Dazu Konrad Carl: „Wir sind dabei, den AZV neu aufzustellen. Künftig sollen alle Anlagen, deren Betreuung bisher als Aufgabe der jeweiligen Gemeinden gelten, vom AZV betreut werden.“ Dazu würden neben den drei großen Regenüberlaufbecken und den Pumpstationen künftig auch alle Kanäle und Schächte gehören, so Carl. Eine Erweiterung der Aufgaben würde wohl eine Aufstockung des Personals nach sich ziehen. Carl: „Um die sanitären Anlagen für das Personal sicherzustellen, haben wir uns für die Aufstellung von Sanitär-Containern als Übergangslösung entschieden.“

Die Diskussion ist geschlossen.

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