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Adelzhausen
08.10.2021

Der Schnellbus Dasing-Pasing soll seine Route ändern

Einige Schnellbusse zwischen Dasing und Pasing fahren nicht bis nach Dasing, sondern nur bis zum Odelzhausener Ortsteil Sittenbach. Der MVV schlägt nun eine Routenänderung in Adelzhausen vor.
Foto: Marlene Weyerer (Archivbild)

Der Münchner Verkehrsverbund will Behinderungen ausschließen, die zu Verspätungen führen. Die vorgeschlagene Strecke sorgt in Adelzhausen für Diskussionen.

Der Münchner Verkehrsverbund (MVV) möchte mit dem Schnellbus zwischen Dasing und Pasing in Adelzhausen eine andere Route fahren. Die Pläne für die Busverbindung über die Autobahn in die Landeshauptstadt sorgten am Mittwoch in der Sitzung des Adelzhausener Gemeinderates für Diskussionen.

Der MVV befürchtet, dass Fahrgäste ihren Anschluss verpassen

Der MVV hatte den Schnellbus Dasing-Pasing zum Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2020 eingeführt. Der MVV teilte in einem Schreiben mit, dass die bisherige Route, auf der der Bus über Land von Adelzhausen Richtung Dasing fahre, nicht ganz unproblematisch sei. Landwirtschaftlicher Verkehr, winterliche Straßenverhältnisse oder auch der Bahnübergang in Dasing sind demnach "zusätzliche Störfaktoren", die für Verspätungen sorgen könnten. Fahrgäste verpassten dann unter Umständen wegen weniger Minuten den Anschluss. Als Lösung schlägt der MVV vor, die Umleitungsstrecke, die der Schnellbus in diesem Jahr bereits während der Baumaßnahmen an der Ecknachbrücke in Adelzhausen gefahren ist, dauerhaft zu nutzen.

Zu schmal für Bus und Gegenverkehr war manchem Gemeinderat die Raiffeisenstraße. Der MVV möchte die Route des Schnellbusses Dasing-Pasing ändern und künftig diese Straße nutzen.
Foto: Gerlinde Drexler

Konkret würde das bedeuten, dass der Bus von der Autobahn kommend auf Höhe des Pfarrhauses von der Aichacher Straße in die Raiffeisenstraße abbiegt und dann die Haltestelle am Dorfplatz anfährt. Von da ginge es über die Flurstraße zurück auf die Hauptstraße und über die Autobahn weiter nach Dasing. Eine Alternative, die für Alexandra Mahl und Johannes Treffler nicht infrage kam. Beide argumentierten: "Die Raiffeisenstraße ist zu eng, und Gegenverkehr muss auf den Gehsteig ausweichen oder rückwärts fahren." Benjamin Müller fragte sich, ob die Brücke über die Ecknach "das packt". Bürgermeister Lorenz Braun hingegen sagte: "Ich sehe es nicht so problematisch."

Gemeinderat Adelzhausen verwirft einen Haltepunkt bei St. Salvator

Simon Konrad plädierte für eine ganz andere Alternative: "Wenn die Schnellbusse an der Kapelle St. Salvator halten und wenden würde, wäre es perfekt." Die Haltestelle aus dem Ort heraus zu verlegen kam für die meisten Gemeinderäte jedoch nicht infrage. Tim Kuhn befürwortete die neue Route durch die Raiffeisenstraße. Er schlug vor, dass der MVV sie ein Jahr auf Probe fahren soll und sich dann alle zu einer Analyse zusammensetzen. Dem Vorschlag stimmten bis auf Mahl, Treffler und Müller schließlich alle zu.

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