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Atemschutz

09.02.2018

Adelzhauser Feuerwehr fordert bessere Ausrüstung

Die Adelzhauser Feuerwehr fordert eine bessere Ausrüstung beim Atemschutz.
Bild: Carmen Jung

Vier Ausrüstungssätze reichen bei Weitem nicht aus. Das betont Adelzhausens Kommandant. Wie die Räte reagieren.

Eine wichtige Lücke in Sachen technische Sicherheit konnte bei der Feuerwehr Adelzhausen kürzlich mit dem Kauf des gebrauchten Löschfahrzeuges der Stätzlinger Wehr und dem neuen Verkehrssicherungsanhänger vom Landkreis geschlossen werden (wir berichteten). Das Stätzlinger Auto dient als Übergang, bis das schon lange erwartete neue Löschfahrzeug des Bundes kommt.

Derweil klafft an einer anderen Stelle eine Lücke: beim Atemschutz. Für 22 Atemschutzträger stehen nur vier Geräte zur Verfügung. Was das für Auswirkungen hat, schilderte Kommandant Helmut Müller am Mittwoch in der Sitzung des Gemeinderates.

Eng wird es für die Atemschutzträger, wenn sie zu einem Einsatz gerufen werden. Die bisherige Formel, dass zwei in das Brandobjekt gehen und zwei zur Absicherung draußen sind, gelte nicht mehr, erklärte der Kommandant. „Die Tendenz ist, dass drei reingehen und drei als Sicherheit draußen bleiben“, sagte Müller. Für die Adelzhauser Wehr bedeutet das, dass sie mit nur vier Atemschutzgeräten im Ernstfall auf andere Feuerwehren warten müssen, um überhaupt aktiv werden zu können.

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Dazu kommt, dass die Atemschutzgeräte nach jedem Einsatz – ob Übung oder Ernstfall – gereinigt und überprüft werden müssen. Das kann laut Kommandant Müller von einer Woche bis zu 14 Tagen dauern, in denen die Feuerwehr ohne Geräte dasteht. Die Konsequenz beschrieb Müller so: „So wenig wie möglich üben, um die Geräte zur Verfügung zu haben.“ Wie wichtig sie sind, zeigt dieser Satz von ihm: „Ein Atemschutzgerät ist die Lebensversicherung bei der Feuerwehr.“

Bessern wird sich die Situation erst, wenn das neue Bundesfahrzeug kommt, das standardmäßig mit einem Satz Atemschutzgeräte ausgerüstet ist. 2019 wird das endlich der Fall sein, hofft Bürgermeister Lorenz Braun. „Alle Stellen haben zugesagt, dass sie tun, was möglich ist“, teilte er dem Gemeinderat mit. Um die Situation für die Wehr zu entschärfen, hatte deshalb ein Satz Atemschutzgeräte, der aus vier Geräten mit jeweils acht Flaschen und Gesichtsmasken besteht, bei den für heuer geplanten Investitionen oberste Priorität. Das sah auch der Gemeinderat so, der einstimmig den Kauf eines Satzes für rund 9000 Euro beschloss.

Generell habe die Gemeinde in diesem Jahr einiges vor, informierte der Bürgermeister. Zu den großen Projekten, in die investiert werden soll, gehören unter anderem der Kanalbau in Michelau (341000 Euro), Grunderwerb in Heretshausen (382000 Euro), das Projekt Erlebnis Ecknachtal (220000 Euro) oder das Weißeln des Westflügels der Schule (60000 bis 100000 Euro). Der DSL-Ausbau in den Ortsteilen Landmannsdorf, Burgadelzhausen und Michelau kostet rund 422000 Euro. Nach Abzug der Zuschüsse muss die Gemeinde etwa 84000 Euro zahlen.

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