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Äpfel statt Insekten essen

Äpfel statt Insekten essen
Kommentar Von Evelin Grauer
12.11.2019

Ein bekannter Fernsehkoch hat kürzlich in einer ZDF-Talkrunde gesagt, auch wir in Deutschland müssten künftig – aufgrund des Klimawandels und der Ressourcenknappheit – unsere Essgewohnheiten umstellen. Wir müssten irgendwann Insekten essen wie in anderen Teilen der Welt üblich. Ein anderer bekannter Fernsehkoch widersprach dieser Meinung jetzt in der gleichen Talkrunde. Er sagte: Wir müssen aus dem, was wir vor Ort haben, etwas Gutes machen.

Das gilt mit Sicherheit auch für heimische Äpfel und Birnen. Je mehr Sorten in den kommenden Jahren reaktiviert und erhalten werden, desto vielfältiger und schöner wird das Geschmackserlebnis. Bestenfalls kommen die Früchte frisch vom Baum und locken mit echtem Aroma – ihre Konkurrenten haben derweil schon viele Kilometer zurückgelegt und lagern seit Tagen im Supermarkt. Zwar wird auch dort auf regionale Sorten gesetzt, aber nur in begrenztem Rahmen. Es gibt eben auch eine Welt neben Granny Smith und Golden Delicious.

Vielleicht müssen wir uns auch erst wieder an neue alte Geschmacksrichtungen gewöhnen, aber gerade sie können unsere Küche kreativer machen. Alte Rezepte wollen neu entdeckt und neue Rezepte kreiert werden. Also: Äpfel und Birnen statt Insekten.

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