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Bauvorhaben

12.11.2018

Ärger um das neue Feuerwehrhaus in Taiting

Xenia Lapperger und ihr Mitarbeiter Timo Engheiser in der Zufahrt, die sich Feuerwehr, Jagdgenossenschaft und der Geflügelhandel teilen.
Bild: Mareike König

Das Gebäude im Dasinger Ortsteil wird erweitert. Nachbarn fürchten allerdings Probleme mit der Zufahrt

Sieben Meter mal zehn Meter gepflasterter Weg sind momentan die größte Sorge von Xenia Lapperger: Denn die führen von der Marienstraße zur Garage der Feuerwehr, zu einem Lagerplatz der Jagdgenossenschaft – und zum Haupteingang von Lappergers Geflügelhandel. Weil im kommenden Jahr das Feuerwehrhaus einen Anbau bekommt, wird die Zufahrt entlang der Marienstraße Richtung Kurve versetzt und auf acht Meter verbreitert. Eigentlich ein erfreulicher Vorschlag für alle Beteiligten. Es gibt aber einen Haken: Ein Streifen soll als Parkplatz für die Feuerwehr reserviert werden. Wenn dort tatsächlich Autos abgestellt werden, schrumpft die Zufahrt auf fünfeinhalb Meter Breite. „Wenn das so umgesetzt wird, geht mir das Geschäft kaputt“, sagt Xenia Lapperger.

Bis zu 100 Kunden kommen täglich in der Hauptsaison

Bis zu 100 Kunden kämen in der Hauptsaison wöchentlich über diese Zufahrt zu ihrem Betrieb, berichtet sie. Mit großen Autos, Sprintern, kleinen Lkw. Und die würden zum Teil einfach wieder umkehren und weiterfahren, wenn die Einfahrt zum Geschäft verstopft sei. Besonders an Samstagen gebe es wegen ihres Hofverkaufs regelmäßig Gegenverkehr, sagt Lapperger.

Rangieren oder auf der Marienstraße warten sind an dieser Stelle zwei schlechte Optionen. Denn die Einfahrt liegt direkt hinter einer Kurve. Durch den Anbau rückt die Zufahrt noch näher an den Knick. Wegen des neuen Gebäudes wird auch das Bushäuschen um einige Meter verschoben, ebenfalls Richtung Kurve. Karl Gamperl vom Bauamt Dasing hält die Zufahrtsbreite so wie aktuell geplant für ausreichend. Sie entspreche schließlich der einer Ortsverbindungsstraße. „Ich sehe die Situation unkritisch“, sagt er. Die beiden Stellflächen, die die Zufahrt schmaler machen, seien notwendig. Es sei Vorschrift, dass es so viele Parkplätze gibt, wie Sitze im Einsatzfahrzeug vorhanden sind.

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Der Anbau kostet fast eine halbe Million Euro

Um den Bau des neuen Feuerwehrhauses war auch im Gemeinderat fast anderthalb Jahre gerungen worden. Der Ausgangspunkt: Weil die Truppe ein neues Feuerwehrauto bekommen sollte, würde die alte Garage zu klein. Deshalb war damals zunächst eine Garage für rund 100000 Euro geplant. Das Projekt wurde mit den Monaten jedoch immer größer. Im Oktober beschloss der Gemeinderat nun einen Anbau für 450000 Euro. Davon übernimmt die Feuerwehr Arbeiten in Höhe von 50000 Euro selbst. Mit dem Argument, dass das erweiterte Haus auch ein neues Ortszentrum bilden würde, stimmten die Räte einhellig für das Projekt.

In einer Zeit, in der die Kommune mit Kläranlage, Bauhof und Straßenbau mehrere Investitionsprojekte anpackt, hat insbesondere Anne Glas (Aktive) in der jüngsten Sitzung des Finanzausschusses jedoch auch Zweifel bezüglich des Projekts geäußert.

Manche halten fünfeinhalb Meter für die Einfahrt für zu klein

Zurück in die Marienstraße in Taiting: „Einen Meter breiter und alles wäre in Ordnung“, findet Paul Mayr. Er ist wie Lapperger Mitglied der Jagdgenossenschaft und hat eine Landwirtschaft direkt gegenüber der Zufahrt. Der Vorsitzende der Jagdgenossenschaft, Michael Gschoßmann, sieht die Situation entspannter. Viele der Maschinen seien zwar um die drei Meter breit. Allerdings rechne er eher mit wenig Gegenverkehr. Gschoßmann geht davon aus, dass auch die Feuerwehrleute ein Interesse daran haben, die Parkplätze in der Zufahrt möglichst unbelegt zu lassen, damit das Einsatzfahrzeug ohne Probleme herausfahren kann. Gustav Steinhardt, der ebenfalls in der Jagdgenossenschaft ist und die Maschinen auf dem Lagerplatz nutzt, sagt: „Ich bin dafür, dass wir eine gemeinsame Lösung finden.“ Eine fünfeinhalb Meter breite Einfahrt hält er auch für zu eng. „Da muss man ja auch drehen können“, so Steinhardt.

Der Kommandant der Feuerwehr, Ernst Rösner, möchte sich zu dem Thema nicht äußern. Auch er setzt auf ein Gespräch mit den Beteiligten. Karl Gamperl ist zuversichtlich, dass die Beteiligten eine gemeinsame Lösung finden.

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