Newsticker

Corona-Rekord in den USA: Über 66.000 Neuinfektionen an einem Tag
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. AfD-Landratskandidat zur Klimakrise: „Es gibt sie nicht“

Kommunalwahl

09.03.2020

AfD-Landratskandidat zur Klimakrise: „Es gibt sie nicht“

Rainer Kraft ist Landratskandidat der AfD.
Bild: Florian Jäger

Plus Rainer Kraft ist AfD-Bundestagsabgeordneter und Landratskandidat. Umwelt ist sein Schwerpunkt. „Unwirtschaftliche“ Windräder sind für ihn „Verschandelung“.

Vier Kandidaten wollen Landrat im Wittelsbacher Land werden, beziehungsweise bleiben. Wir haben ihnen Fragen gestellt und stellen die Bewerber in dieser Woche vor. Den Beginn macht Rainer Kraft, der von der rechtspopulistischen AfD nominiert worden ist. Der promovierte Chemiker wohnt in Langweid im Nachbarlandkreis Augsburg und ist seit 2017 Bundestagsabgeordneter. Sein Wahlkreisbüro hat der 46-Jährige in Aichach und seine Schwerpunkte im Parlament liegen im Bereich Energie-, Klima-, Umwelt- und Verkehrspolitik. Kraft ist Landesgruppensprecher der bayerischen AfD-Abgeordneten und, wie er in einem früheren Interview sagte, „nur formal“ Angehöriger des rechtsnationalen „Flügels“ der AfD um den umstrittenen Politiker Björn Höcke.

Am Wittelsbacher Land mag ich . . .

Rainer Kraft:. . . besonders die historischen Stadtkerne von Aichach und Friedberg.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Mit mir als Landrat ist der Landkreis Aichach-Friedberg in sechs Jahren . . .

Kraft:. . . einer der innovativsten Standorte für mittelständische Unternehmen.

Die drei wichtigsten Themen, die ich nach meiner Wahl als Landrat angehen will, sind . . .

Kraft:. . . Transparenz, Infrastruktur und Digitalisierung. Transparenz ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass die Bürger sich mit der Politik im Landkreis überhaupt beschäftigen können. Wer informiert wird, der kann sich mit dem, was wir tun, viel besser identifizieren. Zur Digitalisierung gehört nicht nur der viel beschworene Ausbau von Breitbandzugängen zum Internet. Vielmehr muss auch in unseren Behörden daran gearbeitet werden, unsere Prozesse zu digitalisieren und den Bürgern mehr von dem, was landläufig als „Behördengänge“ gefürchtet ist, über Onlineanwendungen verfügbar zu machen.

Rainer Kraft ist AfD-Landratskandidat und Bundestagsabgeordneter. Umweltpolitik ist Schwerpunkt des Chemikers. „Unwirtschaftliche“ Windräder sind für ihn „Verschandlung“.
Video: Christian Lichtenstern


An meinen drei Gegenkandidaten schätze ich . . .

Kraft: Leider hatten wir noch nicht die Gelegenheit zu persönlichen Treffen.

Wenn ich eine Entscheidung des Kreistags der vergangenen sechs Jahre rückgängig machen könnte, wäre das . . .

Kraft:. . . das Ja zur Osttangente. Hier hätten die Bürger wesentlich besser eingebunden werden müssen. Und die „Gelbe Tonne“ hätte bereits wesentlich früher kommen müssen.

Die Mieten und Baulandpreise sind schon stark gestiegen. Das Wittelsbacher Land ist Zuzugsgebiet. Was kann der Landkreis tun, damit mehr Wohnraum entsteht und bezahlbar bleibt?

Kraft: Es muss mehr Wohnraum gebaut werden. Wenn ich als Landrat dazu beitragen kann, dass bürokratische Hürden beim Wohnungsbau verschwinden, dann werde ich das tun. Mit der Wohnbau GmbH des Landkreises werde ich Konzepte entwickeln, wie wir die Bedürfnisse der Einheimischen priorisieren können. Durch geeigneten Wohnraum müssen wir wichtige Berufsgruppen wie Pflegekräfte und Bildungspersonal an den Landkreis binden.


Die weiterführenden Schulen des Landkreises sind . . .

Kraft:. . . mir ein großes Anliegen. Durch ein breites Angebot an gut ausgestatteten weiterführenden Schulen wird der Landkreis attraktiver für Unternehmen und Leistungsträger. Hier muss fortlaufend investiert werden.

Gegen die Klimakrise werde ich konkret vor Ort . . .

Kraft:. . . Aufklärungsarbeit leisten, denn es gibt sie nicht. Statt für hysterische Symbolpolitik wie die Ausrufung von „Klimanotständen“ werde ich mich dafür einsetzen, dass reale Umweltpolitik zum Schutz unserer Natur- und Kulturlandschaften und der heimischen Tier- und Pflanzenwelt betrieben wird. Im Energiesektor bedeutet das, wo immer der Kreis mitzureden hat, ein klares Nein zur Verschandelung unserer Heimat mit unwirtschaftlichen Windkraftanlagen.

Wenn das Klinikdefizit weiter wie 2019 bei 9,5 Millionen Euro bleibt, dann . . .

Kraft:. . . ist das vielleicht der Preis, den wir dafür bezahlen müssen, dass die medizinische Versorgung im Landkreis gesichert bleibt. Im Gesundheitswesen muss die Balance zwischen notwendiger Versorgung und Wirtschaftlichkeit gefunden werden.

Lesen Sie dazu auch:

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren