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Affing
09.06.2021

Spieß umgedreht: Schockanruf wirkt nicht bei einer 69-Jährigen aus Affing

Eine 69-jährige Frau aus dem Raum Affing half mit, einen falschen Polizisten zu überführen.
Foto: Alexander Kaya (Symbolbild)

Ein falscher Polizist will eine 69-jährige Frau aus dem Raum Affing um 40.000 Euro prellen. Die Frau dreht den Spieß kurzerhand um und hilft der Polizei.

Innerhalb weniger Tage ist dem Polizeipräsidium Schwaben zum zweiten Mal die Festnahme eines falschen Polizisten nach einem Schockanruf gelungen. Diesmal half die 69-jährige Adressatin des Schockanrufes aus dem Gemeindebereich Affing tatkräftig mit.

Falscher Polizist: Sohn muss nach tödlichem Unfall in Haft

Am Freitag hatte die Polizei einen 18-Jährigen aus Polen festgenommen, der eine 90-jährige Frau aus dem Augsburger Stadtteil Lechhausen um 30.000 Euro betrügen wollte. Die gleiche Masche wandte ein angeblicher Polizeibeamter am Dienstag bei einer 69-jährigen Frau aus dem Raum Affing an. Er erzählte ihr laut Mitteilung des Polizeipräsidiums, ihr Sohn habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und müsse in Haft. Eine Kaution in Höhe von über 40.000 Euro ermögliche allerdings eine Haftverschonung.

69-Jährige Frau aus Affing erkennt die Betrugsmasche

Doch die 69-Jährige erkannte die Betrugsmasche sofort. Sie drehte den Spieß um: Nachdem sie umgehend die Polizei informierte, hielt sie den Täter hin und ging zum Schein auf dessen Forderungen ein. Nebenbei informierte sie auch noch die Bankangestellten laut Polizei mit einer kreativen Finte über den eigentlichen Anlass der hohen Bargeldabhebung und begab sich dann mit dem Geld an den vereinbarten Übergabetreffpunkt. Dort warteten nicht nur ein 38-jähriger Mittelsmann aus Polen, sondern auch Zivilkräfte der Polizei. Sie nahmen den Mann an Ort und Stelle fest und lieferten ihn in den Polizeiarrest ein.

Nähere Angaben zum Ort der Übergabe machen Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch nicht. Sie verweisen auf das noch frühe Stadium der Ermittlungen.

Der 38-jährige falsche Polizist sitzt nach Schockanruf in Untersuchungshaft

Der 38-Jährige wurde am Mittwoch dem Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Augsburg vorgeführt. Dieser erließ den von der Staatsanwaltschaft Augsburg beantragten Haftbefehl wegen versuchten banden- und gewerbsmäßigen Betrugs. Im Anschluss wurde der 38-Jährige in eine Justizvollzuganstalt eingeliefert. Er sitzt nun in Untersuchungshaft.

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