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Ferien

08.08.2018

Affinger Kinder „batzeln“ Bokashi-Knödel

Schön batzige Kinderhände. Beim Ferienprogramm der BN-Ortsgruppe Lechrain galt ein Spruch ganz sicher nicht: Macht euch ja nicht dreckig.
Bild: Martin Golling

Bund Naturschutz bietet kreative Beschäftigung mit Lucia Bucher an und besucht Zebu-Rinder

Genau die richtige kreative Beschäftigung für heiße Tage hatte Lucia Bucher für die Ortsgruppe Lechrain des Bundes Naturschutz (BN) im Rahmen des Ferienprogramms der Gemeinde Affing für 15 Kinder vorbereitet: Lehmkugeln mit Effektiven Mikroorganismen (EM) herstellen. Diese positiven Bakterienkulturen halfen Lucia Bucher aus dem Affinger Ortsteil Haunswies vor rund zwei Jahren entgegen aller Expertendiagnosen, einen völlig entrindeten Baum in Kühbach zu retten (wir berichteten). Sogar das ZDF berichtete über den Baumfrevel und Buchers Erfolg mit EM. Doch diese unsichtbaren kleinen Helfer können noch mehr: Auf dem Acker für bessere Ernten sorgen, Wunden schneller heilen lassen, lebloses, stinkendes Wasser wieder klar und lebendig machen und sie sind auch gut für einen Tag im Ferienprogramm.

Also war bei den Kindern Knödeldrehen angesagt. Lucia Bucher hatte in einer Schubkarre die richtige Mischung aus Lehm und Bokashi (mit EM fermentierter Kompost) angerührt. Begeistert batzelten die kleinen Hände daraus jene Kugeln – im Fachjargon: Bokashi-Balls –, mit denen die Kinder später selber Wasser beleben können. Zur Verpflegung hatte Bucher selbst Brot gebacken, und Renate Moll schnitt für die hungrigen Mäuler Gurken, Jakobs- und Jakob-Fischer-Äpfel auf. Bald sah man im Hof nur noch Kinderfüße ohne Schuhe, denn das Barfußlaufen gehört seit Jahren zum Erkennungsmerkmal der Haunswieserin Bucher. Sie pflegt mit ihren vier schwarzen Zebu-Rindern die Streuobstwiese von Biobauer Josef Higl. Bei den Wiederkäuern mit dem Buckel schaute die muntere Gesellschaft ebenfalls vorbei. Wobei die Kinder sichtlich mehr Spaß am Trubel hatten als das eher zurückhaltend reagierende Rindvieh, das sich langsam entfernte, offensichtlich beim Nachmittagsfaulenzen gestört.

Nach einem kleinen Spaziergang zum Affinger Bach konnten die kleinen Feriengäste den schwankenden Moorboden unter ihren Füßen erleben und sogar sehen, als zwei Gruppen abwechselnd darauf hüpften. Nach aufregenden vier Stunden gab es für jeden Teilnehmer noch einen Rosenstock im Topf mit nach Hause. Eine schöne blühende Erinnerung an die großen Ferien in diesem Jahr.

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