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Affinger Verkehrsausschuss hat politischen Hintergrund

Kommentar Von Carmen Jung
24.01.2019

Was es zu bedeuten hat, dass sechs Gemeinderäte Bürgermeister Winklhofer um einen Verzicht auf den Vorsitz im neuen Gremium bitten

Soll es in Affing einen Ausschuss geben, zwei oder keinen? Den Bürger bewegt diese Frage mäßig. Das Interesse an der Sitzung am Dienstag war – abgesehen von den Volontären unserer Zeitung – gering. Dabei ist der politische Hintergrund äußerst interessant. Denn der Antrag der sechs Räte aus Mühlhausen und Aulzhausen kann als Misstrauensvotum gegen den Bürgermeister gesehen werden. Auf jeden Fall in der Verkehrspolitik.

Beim Thema Nummer eins, den Ortsumgehungen, sollte Markus Winklhofer die Zügel komplett aus der Hand geben. Dass der Bürgermeister das ablehnt, war klar. Mit einem Verzicht auf den Vorsitz im Verkehrsausschuss hätte er seiner eigenen Entmachtung zugestimmt. Erwähnt werden muss: Keiner bezog Stellung für den Gemeindechef. Im übrigen aber war es positiv, dass das Thema sachlich behandelt wurde. Alles andere hätte schnell unwürdig werden können.

Davon abgesehen ist es gut, dass es nun Ausschüsse gibt. Endlich werden die dicken Tagesordnungen des Gemeinderates entschlackt. Zu viel darf sich aber keiner erwarten. Denn Ausschüsse erledigen nur die kleinen Aufgaben und machen allenfalls die Vorarbeit für den Gemeinderat. Ob die neuen Gremien effektiv sind, wird vom Gemeinderat und seiner Akzeptanz der Ausschussbeschlüsse abhängen. Markus Jahnel forderte schon im Vorfeld die Disziplin seiner Kollegen ein – nicht von ungefähr.

Lesen Sie dazu den Artikel "Jetzt gibt's in Affing einen Verkehrsausschuss"

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