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Mittelalterliche Markttage

29.08.2018

Aichach: Bei Theaterfreunden macht Liebe blind

Die Altbayerischen Theaterfreunde haben sich für die Mittelalterlichen Markttage wieder ein neues Stück vorgenommen. 2015 brachten sie Gerichtstage auf die Bühne, hier Alois Schmid (links) als Angeklagter, Teresa Neumaier als Zeugin, Klaus Hartwagner als Schreiber und Johnny Michl (rechts) als Gerichtsrat.
Bild: Evelin Grauer (Archiv)

Der Altomünsterer Spielleiter Schorsch Huber hat eigens ein neues Stück geschrieben. Bei den Proben geht es häufig recht lustig zu.

Aichach reist ins Jahr 1418: Herzog Ludwig im Barte gibt den Auftrag zur Verstärkung der Aichacher Befestigungsanlagen. Der Herzog und 600 Jahre Stadtbefestigung stehen im Mittelpunkt der Mittelalterlichen Markttage vom 7. bis 9 September. In einer Serie stellen wir einige Akteure und Gruppen vor. Heute: die Altbayerischen Theaterfreunde.

Speziell für die Mittelalterlichen Markttage hat Schorsch Huber, Spielleiter der Altbayerischen Theaterfreunde, ein neues Theaterstück geschrieben. Es handelt von der Liebe. Bei den insgesamt drei Auftritten des Aichacher Vereins geht es wieder um Gerichtsverhandlungen. Neben dem neuen Stück aus der Feder des Altomünsterers führen die Theaterfreunde auch zwei aus ihrem Repertoire auf. Eine Änderung gibt es gegenüber den früheren Auftritten.

Für die Auftritte werde schon fleißig geübt, erzählt Vorsitzender Klaus Hartwagner und sagt: „Sie können sich gar nicht vorstellen, wie lustig es manchmal bei den Proben ist.“ Besonders, wenn es spontane Einwürfe der Mitspieler gibt. Zum Beispiel, wenn der Richter in einer Szene sagt: „Ihr könnt Euch das vielleicht nicht vorstellen, aber ich bin auch mal jung gewesen.“ Da habe es dann einige anzügliche Bemerkungen gegeben, verrät der Vorsitzende.

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Kostüme passen nicht

Nicht alles klappe bei den Proben so, wie der Spielleiter es sich vorstelle, so Hartwagner. Der Text sollte zum Beispiel eigentlich schon sitzen. Aber für Berufstätige sei es nicht unbedingt so einfach, die Zeit dafür aufzubringen. Oder die Kostüme passen nicht so richtig zu dem Stück. Wie zum Beispiel das Kleid mit einer Goldbordüre, das eine der Darstellerinnen tragen sollte. Nachdem sie ein armes Mädel spiele, passe eine goldene Bordüre nicht, erklärt der Vorsitzende.

Hartwagner selbst spielt in dem Stück „Giftmord“ mit, das die Theaterfreunde am Samstag um 19 Uhr aufführen. Den Text hat er schon intus. „Zumindest daheim im stillen Kämmerlein kann ich ihn runterbeten.“ Bei den Proben sei es dann doch etwas anderes, erzählt er. Da können einen kleine Ablenkungen schon mal aus dem Konzept bringen. Genauso wie beim Auftritt, wenn er während seiner stummen Passagen ins Publikum schaut. „Man muss im Stück bleiben“, ist Hartwagners Erfahrung. Für ihn schon deshalb wichtig, weil er in seiner Rolle eine gewisse Spannung und Wut aufbauen muss.

Der Giftmord und der Streit zweier Marktweiber um eine Legehenne stammen aus dem Repertoire der Theaterfreunde. Allerdings ist es schon einige Jahre her, dass sie die beiden Stücke aufgeführt haben. Die Zuschauer würden sich bestimmt nicht mehr an die Einzelheiten erinnern, ist sich Hartwagner sicher. Zusätzlich hat sich der Spielleiter mit „Liebe macht blind“ auch ein neues Stück einfallen lassen.

Eine Überraschung

Los geht es für die Theaterfreunde aber eigentlich schon am Freitagabend. Da spielt Alois Schmid den Herzog Ludwig im Barte, der hoch zu Ross mit seinem Gefolge in Aichach einzieht. Er hat einen zweiten Auftritt am Sonntagabend, wenn der Herzog wieder auszieht. Dann wird neben dem Bürgermeister und der Marktmeisterin auch Vereinsmitglied Traudl Zinnecker in der Rolle der Adelgunde auf der Bühne stehen. Warum, will der Vorsitzende nicht verraten. Das soll eine Überraschung werden.

Neu ist diesmal, dass die Aufführungen nicht mehr wie bisher rund eine Stunde dauern werden. Die beiden Verhandlungen, die die Theaterfreunde bei ihren insgesamt drei Auftritten zeigen, werden insgesamt nur rund eine halbe Stunde in Anspruch nehmen. Aus Rücksicht auf die Zuschauer, die die Vorstellung im Stehen verfolgen.

Die Altbayerischen Theaterfreunde werden auf der Bühne 1, gegenüber dem Verwaltungsgebäude am Tandlmarkt auftreten. Am Samstag, 8. September, zeigen sie um 16 Uhr die Verhandlung mit den Marktweibern und das neue Stück „Liebe macht blind“. Um 19 Uhr streiten erneut die Marktweiber um die Legehenne und der Richter verhandelt außerdem den „Giftmord“. Am Sonntag, 9. September, stehen um 11 Uhr noch einmal die Marktweiber vor Gericht und „Liebe macht blind“.

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