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Aichach
10.10.2021

Bei der Museumsnacht in Aichach herrscht großer Andrang

Kreisheimatpfleger Michael Schmidberger informierte die Besucherinnen und Besucher bei einer Kurzführung über den historischen Burgplatz in Oberwittelsbach.
Foto: Erich Echter

Museen und Kunstausstellungen können besichtigt werden. Das Rahmenprogramm ist abwechslungsreich. Viele Besucherinnen und Besucher sind Stammgäste.

Eine lange Schlange steht vor dem Feuerhaus, die Shuttle-Busse drehen gut besetzt ihre Runden und die verschiedenen Führungen sind begehrt. Hunderte von Menschen sind am Samstag während der Museumsnacht in Aichach unterwegs. Einige haben einen strammen Plan, was sie alles besuchen möchten. Das Rahmenprogramm ist so vielfältig wie noch nie und bunte Lichteffekte lassen Gebäude wie das alte Rathaus oder die Stadtpfarrkirche in einem ganz anderen Licht erstrahlen.

Besucher stellen fest, dass bei der Museumsnacht noch mehr geboten ist

Zwei, die fast jedes Jahr zur Museumsnacht kommen, sind Martina Harlander und ihr Sohn Michael aus Aichach. Meistens würden sie sich bestimmte Schwerpunkte setzen, erzählen die beiden. Dieses Jahr haben sie sich für die Orgel- und die Sakristeiführung in der Stadtpfarrkirche angemeldet. Wenn sie es schaffen, wollen sie sich auch noch die Sonderausstellungen im Stadtmuseum und im Sisi-Schloss in Unterwittelsbach ansehen.

Die Wartezeit vor dem FeuerHaus konnten sich die Besucherinnen und Besucher am Verpflegungsstand verkürzen.
Foto: Gerlinde Drexler

Aus Erfahrung weiß Martina Harlander: „Manchmal schaffen wir es in einer Nacht, manchmal nicht.“ Interessant findet sie die Museumsnacht aber immer. Sie lobt: „Aichach stellt viel auf die Beine.“ Heuer sei das Rahmenprogramm umfangreicher als in den Vorjahren, ist ihr Eindruck. „Ein bisschen Musik und Verpflegung gab es immer, aber diesmal ist es mehr als sonst“, stellt sie fest.

Stadthexe Sabine Dauber begeisterte die großen und kleinen Zuhörer mit dem Märchen über den Goggolori.
Foto: Gerlinde Drexler

Familie Wagner aus Griesbeckerzell ist mit ihren drei Kindern schon am frühen Abend in Aichach unterwegs. Auf die Nachtwächterführung folgt ein Rundgang mit der Stadthexe, die den Kindern das Märchen vom Goggolori erzählt. „Wir finden es super, dass es etwas für die Kinder gibt“, sagt die Familie. Sie möchte noch einen Abstecher ins Feuerhaus unternehmen.

Die Museumsnacht in Aichach lockt viele Menschen an – so ist es gelaufen.
85 Bilder
Die Aichacher Museumsnacht
Foto: Erich Echter

Stadthexe Sabine Dauber ist während der Museumsnacht mit einigen Gruppen unterwegs. „Das Interesse an den Führungen ist groß“, berichtet sie. Sie hat den Eindruck, dass jede locker doppelt belegt hätte werden können. Im vergangenen Jahr, als die Museumsnacht wegen der Pandemie-Auflagen nicht stattfinden konnte, waren die Führungen als Alternative angeboten worden. Sie waren so gut angekommen, dass die Stadt sie auch heuer wieder mit ins Programm aufgenommen hat. Ebenso wie das Grubet und den Burgplatz mit Kirche in Oberwittelsbach.

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Eine Augsburgerin findet: "Da kann Augsburg nicht mithalten."

Zu den Stammgästen der Museumsnacht gehört auch der Hollenbacher Jakob Kranz. Er schwärmt noch heute von der Führung im Glockenturm der Stadtpfarrkirche, an der er vor zwei Jahren teilgenommen hat. Diesmal hat er sich vorgenommen, die Burgkirche zu besichtigen. Als erstes aber ist die Ausstellung im Feuerhaus dran. In der Schlange, die auf den Einlass wartet, steht auch Brigitte Fink aus Augsburg. Sie komme immer zur Museumsnacht nach Aichach, erzählt sie und ergänzt: „Das Flair ist schön. Da kann Augsburg gar nicht mithalten.“ Auf ihrem Wunschzettel steht unter anderem die Ausstellung im Sisi-Schloss. Fink lacht und sagt: „Das muss man ausnutzen, wenn das Wetter passt.“

Familie Grimm aus Inchenhofen schlenderte durch das Stadtmuseum. Sie waren durch Mundpropaganda auf die Museumsnacht aufmerksam geworden.
Foto: Gerlinde Drexler

Das will auch Familie Grimm aus Inchenhofen. Sie besucht die Museumsnacht das erste Mal. Durch Mundpropaganda seien sie darauf aufmerksam geworden, erzählen die Grimms. Die Familie war schon in der Stadtpfarrkirche und schlendert jetzt durch das Stadtmuseum. Ins Feuerhaus würden sie noch gerne gehen, bei einer Sakristei-Führung mitmachen und auch das Grubet würde sie eigentlich noch interessieren, erzählen sie. Ihnen ist aber klar: „Alles geht nicht.“

Die Museumsnacht in Aichach lockte mit Führungen, Musik, Lagerfeuer und Märchen viele Menschen an.
Video: Erich Echter

Während in der Stadtpfarrkirche Organist Niclas Raßhofer bei einer Führung über die Orgel erzählt, arbeitet Mario Wagner vor der Kirche. Mit einem Laptop in der Hand steht der Lichttechniker vor den großen Scheinwerfern, die die Kirche in farbiges Licht tauchen. Wie an einem Mischpult regelt er an dem elektronischen Gerät, welche Farbe oder Effekte auf dem angeleuchteten Objekt zu sehen sind. Für die Stadtpfarrkirche sei der Farbwunsch ein Magentalila gewesen, erzählt er.

Farben und Effekte der angestrahlten Gebäude regelte Lichttechniker Mario Wagner über das Mischpult an seinem Laptop.
Foto: Gerlinde Drexler

Für das Innere der Kirche auf dem Burgplatz in Oberwittelsbach sollen es zum Beispiel warme Farbtöne sein, und der Schlauchturm am Feuerhaus soll weiß angestrahlt werden. Ein Farbenspiel, das bei den Besucherinnen und Besuchern gut ankommt. Die in farbiges Licht getauchten Objekte sind begehrte Fotomotive.

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