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Aichach-Friedberg
14.10.2021

Verspätete Meldung ist die Ursache für die niedrige Inzidenz am Mittwoch

War die niedrige Corona-Inzidenz am Mittwoch im Landkreis Aichach-Friedberg ein Übertragungsfehler?
Foto: Karl-Josef Hildenbrand (Symbolbild)

Die am Mittwoch vom RKI für den Landkreis Aichach-Friedberg gemeldete Corona-Inzidenz von 65,9 war zu niedrig. So ist der Fehler entstanden.

Im Vergleich zum Vortag hat die Corona-Inzidenz im Landkreis Aichach-Friedberg einen großen Sprung nach oben gemacht und liegt nun bei 93,3. Am Vortag hatte das Robert-Koch-Institut (RKI) noch einen Wert von 65,9 ausgegeben - und das, obwohl es in einer Meringer Pflegeeinrichtung einen größeren Corona-Ausbruch gab. Wie kann das sein?

Tatsächlich meldete das Gesundheitsamt offenbar mehr Corona-Fälle, als in die Berechnung der Inzidenz durch das RKI eingeflossen sind. Diese Inzidenz wird dann auch beim Landratsamt veröffentlicht. Denn das Landratsamt berechnet die Inzidenz nicht selbst, sondern übernimmt den Wert des RKI, wie Wolfgang Müller, Pressesprecher des Landratsamtes, erklärt. "Wir geben lediglich die Fallzahlen an das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit weiter, die es wiederum an das RKI melden."

LGL hat die richtige Inzidenz, das RKI nicht

Für den Mittwoch wies das Gesundheitsamt 126 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen aus, was rein rechnerisch eine Inzidenz von mehr als 90 entspricht. Wo der Fehler bei der gestrigen Meldung entstanden sei, wisse man im Gesundheitsamt nicht, so Müller weiter.

Beim LGL wurde für den 13. Oktober tatsächlich eine deutlich höhere Inzidenz veröffentlicht als beim RKI: 90,4 und 122 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen - immerhin nah an der Meldung aus dem Landkreis. Man wolle prüfen, was in dem konkreten Fall passiert sei, heißt es beim LGL auf Nachfrage. Wir berichten, sobald weitere Informationen vorliegen.

Update: Wie das LGL am Donnerstagnachmittag gegenüber unserer Redaktion bestätigte, war tatsächlich ein Fehler Grund für den niedrigen Wert. "Die Daten sind am 12. Oktober erst bei uns eingegangen, nachdem wir die Daten bereits an das RKI weitergegeben hatten", erklärte das LGL. Deshalb flossen die neuen Infektionsfälle nicht in die Inzidenzberechnung des RKI ein - im Gegensatz zur Berechnung des LGL.

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