1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Aichach-Friedberg: Wespen sind die neuen Russen

Aichach-Friedberg: Wespen sind die neuen Russen

Ute_Krogull.JPG
Kommentar Von Ute Krogull
29.08.2018

Die gelb-schwarzen Insekten nerven uns etwa beim Grillen, haben aber auch etwas Gutes. 

Wespen sind diesen Sommer Gesprächsthema Nummer eins, abgesehen von der Hitze, die ja irgendwann wirklich ermüdend war. Außer Gesprächsstoff im Landkreis Aichach-Friedberg bieten die gelb-schwarzen Insekten endlich etwas, das immer gut ist in unsicheren Zeiten: ein gemeinsames Feindbild, das die Gesellschaft zusammenschweißt. Früher, im Kalten Krieg, waren das die Russen – aber mittlerweile weiß keiner mehr so recht, wer jetzt Freund und wer Feind sein könnte. Die Welt ist unzuverlässig geworden.

Auf Wespen ist im Wittelsbacher Land aber ist Verlass. Denn es gibt mehr als genug, was einen gegen sie aufbringt: Kommen aus dem Nichts, in Massen, sehen gefährlich aus und können wehtun. Außerdem wollen sie das, was wir haben (Zwetschgendatschi und Grillwürstchen). Wenn etwas schon „Gemeine Wespe“ heißt, sagt das doch alles, oder? Töten soll man ja nicht – also lieber mit Wasser ansprühen? Verteidigungsstrategien wollen überlegt sein.

Denn Hornissen, die traditionellen Feinde der Wespen, scheinen als Schutzmacht auch nicht mehr so verlässlich wie früher. Wahrscheinlich sind sie vom schieren Überangebot an ihrem Lieblingsfutter dieses Jahr schon satt und träge.

Themen Folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
_AKY8190.JPG
Prozess

Rentner nachts in Aichach getreten: Täter vor Gericht

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen