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Aichach
23.11.2021

Mehr als Eberhofer-Gaudi: Rita Falk kann auch ganz anders

Bestsellerautorin Rita Falk und Regisseur Hans Steinbichler besuchten am Samstag das Aichacher Kino zum Bundesstart von Hannes.
Foto: Saskia Friedel

Eberhofer-Autorin Rita Falk präsentiert im Aichacher Cineplex vor dem Bundesstart die Verfilmung ihres Erstlingsromans "Hannes". Wie sie ankommt.

Rita Falk ist Eberhofer. Die erfolgreiche Autorin der komödiantischen bayerischen Krimi-Reihe steht in der Öffentlichkeit für die Gaudi mit dem Dorfpolizisten aus Niederkaltenkirchen und seiner schrulligen Familie. Die Verfilmungen der Eberhofer-Reihe gelten als Kult. Doch Falk kann mehr als Krimi-Komödie. Das beweist sie mit ihrem Erstlingsroman "Hannes", den sie schon 2012 verfasst hat. Dessen späte Verfilmung präsentierte die Autorin im Aichacher Cineplex - noch vor dem Bundesstart.

Rita Falk ist nicht zum ersten Mal zu Gast im Aichacher Kino

Rita Falk kennt das Aichacher Kino schon. Dort hat sie zum Beispiel im August für den neuen Eberhofer-Film "Leberkäsjunkie" geworben. Nun legte sie auf ihrer Kinotour am Samstag Station mit "Hannes" ein. Regisseur Hans Steinbichler begleitete die Bestsellerautorin.

Die Emotionen sind spürbar, als die beiden Gäste nach dem Film den Kinosaal betreten und Rita Falk laut einer Mitteilung gleich zu Beginn den Besuchern die Hintergründe ihrer Buchvorlage erzählt, in der sie den plötzlichen Tod ihrer Freundin verarbeitet hat. Darin geht es um zwei Freunde, deren unbeschwertes Leben abrupt endet, als einer der beiden nach einem Unfall ins Koma fällt. Seit Kindertagen gehen Moritz (Leonard Scheicher) und Hannes (Johannes Nussbaum) durch dick und dünn. Der lebensfrohe Hannes hat sein Leben fest im Griff, wohingegen Moritz seinen Träumen nachjagt und dabei nicht selten in Schwierigkeiten gerät. Eines Tages machen sich die beiden 19-Jährigen bereit für einen Motorradausflug, der alles verändert: Hannes hat einen Unfall und fällt ins Koma ...

So blickt Rita Falk auf das Schicksal "ihres" Hannes

Doch trotz der eigentlich traurigen Geschichte gelingt es dem Buch und auch dem Film, diese gleichzeitig berührend und beglückend, leicht und mit einer großen Herzenswärme zu erzählen, die am Ende alle Besucher hoffnungsvoll stimmt. Das zeigt die Resonanz. "Denn", so Rita Falk, "man hat im Leben immer die Wahl" und deshalb würde sie sich immer "für das Loslassen und das Leben entscheiden".

Regisseur und Autorin sind sich beide einig, was das Ende anbelangt, das an dieser Stelle nicht verraten werden soll. Auf die Frage aus dem Publikum, ob sie auch einmal über ein anderes Ende nachgedacht hätten, antworten beide entschieden und wie aus einem Mund: "Auf gar keinen Fall."

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Rita Falk ist glücklich mit der Hannes-Verfilmung von Hans Steinbichler

Hans Steinbichler, der bereits mit Filmen wie "Das Tagebuch der Anne Frank" oder "Eine unerhörte Frau" beeindruckte, war für Rita Falk der ausschlaggebende Grund, ihren Roman nach so langer Zeit doch noch verfilmen zu lassen. Sie habe es keine Sekunde bereut, und auch die Zuschauer im Saal, die vorab das Buch gelesen hatten, bescheinigen dem Regisseur, die Vorlage perfekt und mit dem richtigen Gefühl umgesetzt zu haben.

Steinbichler bezeichnet Hannes als Film für alle Generationen von 13 bis 80, in dem sich alle wiederfinden könnten. Das Publikum im Saal sah das offensichtlich genauso und bedankte sich mit langanhaltendem Applaus für die sehr persönlichen Einblicke der beiden Gäste.

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