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Aichach

13.07.2020

Aichach auf 96 Seiten: Jetzt gibt es einen neuen Stadtführer

Der neue Aichacher Stadtführer wurde von Christoph Lang, Zweitem Bürgermeister Josef Dussmann, Autor Konrad Cremer, Dritter Bürgermeisterin Brigitte Neumaier und Kreisheimatpfleger Michael Schmidberger (v. l.) vorgestellt.
Bild: Erich Echter

Plus Mit 96 Seiten ist der neue Aichacher Stadtführer auch der bislang umfangreichste. Konrad Cremer will damit viele Menschen auf Entdeckungstour einladen.

Die Stadt Aichach hat rechtzeitig zur Bayerischen Landesausstellung einen neuen Stadtführer. Das 96-seitige Werk hat Konrad Cremer zusammengestellt. Herausgeber ist der Holzheu-Verlag aus Markoberdorf.

Bei der Präsentation am historischen Köglturm unterstrich Cremer, dass es einen so umfangreich gestalteten Stadtführer für die Kreisstadt bis dato noch nie gegeben habe. Das bebilderte und anschauliche Büchlein solle möglichst viele Besucher auf Entdeckungstour zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt einladen.

Der Stadtführer startet am Aichacher Stadtplatz

Ausgangspunkt der Stadtführung auf Papier ist die gute Stube der Stadt, der Stadtplatz mit seinem historischen Rathaus und den Häusern, die einst altes Handwerk beherbergten. Beschrieben werden die mittelalterliche Wehranlage mit den beiden Stadttoren und die noch erhaltenen Wehrtürme, wie der Kögl-, Knoller-, und der Auerturm sowie die Reste alter Wehrtürme an der Südweststrecke der Mauer nahe dem Amtsgericht und dem Kindergarten Lebensraum an der Prieferstraße.

Ein Part geht auch auf die Schrecken des Dreißigjährigen Krieges ein. Das Büchlein berichtet zudem ausführlich über die Heilig-Geist-Spitalstiftung und ihren Gründer Konrad der Werder und seine Frau Elisabeth. Erwähnt werden Herzog Ludwig im Barte und sein Wappenstein an der Fassade am Stadtplatz.

Dass Aichach nahe am Stammsitz des bayerischen Herschergeschlechtes der Wittelsbacher liegt, ist ausführlich beschrieben. Deshalb dürfen auch der Burgplatz in Oberwittelsbach mit Burgkirche und Nationaldenkmal ebenso wenig fehlen wie die Burg und das Pflegschloss nahe dem Aichacher Schlossplatz.

Konrad Cremer beschreibt auch das geistliche Leben in der Stadt wie die Ansiedelung des Deutschen Ordens in Aichach und Blumenthal und die Ursprünge der Stadtpfarrkirche. Er bindet ebenso die evangelische Kirchengemeinde mit der Paul-Gerhard-Kirche am Jakobiweg, die Sebastianskapelle und die Kapelle St. Michael am Alten Friedhof ein. Es finden sich auch Beiträge zu den Wallfahrtskapellen Maria Aich und Maria Stock.

Der Besucher kann einiges über den ehemaligen alten Krautmarkt lesen. Ins Licht gerückt wird zudem der Schriftsteller Ludwig Steub, ein großer Sohn der Stadt, der im ehemaligen Stadtschreiberhaus 1812 geboren wurde.

Ein Kapitel des Stadtführers ist den Aichacher Brauereien gewidmet

Ein Beitrag ist den ehemaligen Aichacher Brauereien gewidmet. Besonders ins Rampenlicht gerückt werden der Froschermayr-Bräu Lorenz Alois Gerhauser, bekannt als Quartiergeber in den Napoleonischen Kriegen, und die Garaus- Bräuin Therese Reithmeier.

Beschrieben werden die Entstehung der Paartalbahn und die Kuriosität, dass der Aichacher Bahnhof auf Algertshauser Gemeindeflur lag. Einblicke gibt es über Bürgerfamilien und Villen, die bis heute erhalten sind. Die Justizvollzugsanstalt, die drei Museen und die Schulen dürfen ebenso nicht fehlen. Außerdem werden Wanderwege um Aichach und das Grubet mit dem Silberbrünnel beschrieben.

Bei der Vorstellung des Stadtführers dabei waren Zweiter Bürgermeister Josef Dussmann, seine Kollegin Brigitte Neumaier, Museumsleiter Christoph Lang und Kreisheimatpfleger Michael Schmidberger. Neumaier dankte Cremer für sein Engagement. Stadtarchivar Lang erinnerte daran, dass sich der Autor seit Jahren im Museum viel Wissen erworben habe.

Das Büchlein ist sofort im Buchhandel für 7,90 Euro zu haben.

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