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Stadtentwicklung

21.09.2019

„Aichach blüht“: So will die Stadt noch schöner werden

Bereits angelegt ist die Fläche an der Schulstraße auf Höhe der Tiefgarage. Schilder mit der Aufschrift „Aichach blüht“ weisen darauf hin.
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Bereits angelegt ist die Fläche an der Schulstraße auf Höhe der Tiefgarage. Schilder mit der Aufschrift „Aichach blüht“ weisen darauf hin.
Bild: Gerlinde Drexler

Plus Bauhofmitarbeiter haben Grünflächen in Aichach bepflanzt. Das soll die Stadt für die Bayerische Landesausstellung 2020 schöner machen – und darüber hinaus.

Die Stadt Aichach blüht auf. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. An mehreren Stellen im Stadtgebiet sind Mitarbeiter des Bauhofs gerade dabei, sie in blühende Flächen zu verwandeln. Bereits fertig angelegt ist zum Beispiel die Verkehrsinsel an der Martinstraße beim Grünen Parkplatz. Die Stadt putzt sich mit "Aichach blüht" für die Landesausstellung im kommenden Jahr heraus, will aber auch langfristig noch schöner werden.

Die blühenden Stauden sollen Tieren Lebensraum bieten

Blühende Stauden sollen dort stehen, wo bisher nur Grünstreifen sind. Die Pflanzen sollen nicht nur das Auge der Betrachter erfreuen, sondern auch im Sinne des Artenschutzes Nahrungs- und Lebensraum für Tiere bieten. Inspiration für die Bepflanzung von Grünflächen und Pflanztrögen holte sich die Stadt in Pfaffenhofen an der Ilm. Dort haben sich die Stadtwerke zur Landesgartenschau 2017 ein Bepflanzungskonzept ausgedacht, das nicht nur attraktiv aussieht, sondern auch wenig Pflege braucht.

Am aufwendigsten ist die Herstellung des Unterbaus

Am aufwendigsten ist es, den für die Bepflanzung notwendigen Unterbau herzustellen. Zuerst werde die Fläche abgegraben, bis kein Humus mehr da sei, erklärt Bauhofleiter Michael Neumeyer. Bis auf eine Höhe von 20 Zentimeter unterhalb der Oberkante füllten die Mitarbeiter des Bauhofs dann mit frostsicherem Kies auf. Darauf kommt Kompost, der erhitzt worden war, um keimfrei zu sein. Die oberste etwa zehn Zentimeter hohe Schicht besteht aus feinem Split oder feinem Sand. Beim Bepflanzen würde diese Schicht einfach beiseitegeschoben und die Staude eingepflanzt, erklärt Neumeyer.

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Unkraut soll keinen Nährboden finden

Der Vorteil des dreilagigen Aufbaus laut Bauamtsleiterin Carola Küspert: „Es kann so gut wie kein Unkraut anfliegen, weil es keinen Nährboden findet.“ Mit einem Steingarten, der keine Biodiversität zulasse, sei die Splitschicht nicht vergleichbar, betont sie. In den biologischen Pflanzen, mit denen die Flächen bepflanzt werden, „ist das Leben drin“. Die Regenwürmer und Bakterien würden in die Kompostschicht wandern „und dann lebt es genauso“. Dieses Konzept gebe es inzwischen in ganz vielen Kommunen, so Küspert. „Das ist schon durchdacht.“ In zwei bis drei Jahren sei alles zugewachsen, freut sie sich schon.

14 Stellen in der Stadt sollen „aufgehübscht“ werden

Insgesamt 14 Stellen, quer durch die Stadt verteilt, sollen so „aufgehübscht“ werden. Schilder mit der Aufschrift „Aichach blüht“ weisen auf die Flächen hin. Auch den Josefplatz am Oberen Tor und die Thoma-Anlage beim Drogeriemarkt Müller will die Stadt mit diesem Konzept noch verschönern.

Das Blühkonzept ist nachhaltig angelegt. „In den nächsten Jahren wird noch mehr so bepflanzt“, kündigt der Leiter des Bauhofs an. Flächen an neue Straßen zum Beispiel werden so gestaltet werden. In der Steidlestraße werden zum Beispiel schon jetzt unter den Bäumen Stauden angepflanzt. Langfristig bedeutet das für die Mitarbeiter des Bauhofs, dass sie die bisherigen Grünflächen nicht mehr pflegen müssen. Die Bauamtsleiterin hofft, dass sich die Anwohner als Paten mit einbringen und zum Beispiel Unkraut zupfen werden.

Im Frühjahr sollen die Pflanzinseln blühen

Das pflegeleichte Konzept „sehe ich als Bürgermeister mit einem Lächeln“, sagt Klaus Habermann. Die Stadt werde in wenigen Monaten ein unwahrscheinlich attraktives Gesicht haben, verspricht er. „Man darf sich darauf freuen.“

Damit es im Frühjahr auch blüht, werden noch Tulpenzwiebeln, Narzissen oder Allium gepflanzt. Außerdem sei geplant, alte Abfallbehälter auszutauschen, so der Bürgermeister.

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