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Feier

18.11.2017

Aichach eröffnet dritte Kinderkrippe

Kinder, Eltern, Erzieherinnen, Bürgermeister Klaus Habermann und viele weitere Ehrengäste kamen zum offiziellen Einweihungsfest in der Kinderkrippe „Sonnenschein“ am Oberbernbacher Weg.
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Kinder, Eltern, Erzieherinnen, Bürgermeister Klaus Habermann und viele weitere Ehrengäste kamen zum offiziellen Einweihungsfest in der Kinderkrippe „Sonnenschein“ am Oberbernbacher Weg.
Bild: Erich Echter

Seit zwei Wochen ist der „Sonnenschein“ am Oberbernbacher Weg in Betrieb. Am Freitag wurde die Krippe offiziell eingeweiht. Die Zeit war knapp.

Für die Aichacher Kinder gibt es eine dritte Krippe. Nach der „Zipfelmütz“, die 2010 als erste Einrichtung dieser Art in Aichach in Betrieb gegangen war, und der „Pusteblume“ wurde am Freitag der „Sonnenschein“ am Oberbernbacher Weg offiziell eingeweiht. Seit zwei Wochen werden dort zwölf Ein- bis Dreijährige betreut. Bis März nächsten Jahres sollen vier weitere dazu kommen.

Gut 300 Quadratmeter Nutzfläche stehen den Kleinen und ihren Betreuerinnen zur Verfügung. Insgesamt 24 Kinder können im „Sonnenschein“ betreut werden. Es gibt einen Wickelbereich, zwei Schlafräume, Ergänzungsräume und einen Bistrobereich. Ein Caterer liefert das Mittagessen. Bürgermeister Klaus Habermann sagte bei der offiziellen Eröffnung: „Wenn man (...) eine Kinderkrippe in Betrieb nehmen kann, dann ist das schon was ganz Besonderes.“ Er erinnerte aber auch daran, mit welchem Kraftakt sie verbunden war. Weil die Plätze dringend gebraucht werden und die Zeit für einen Neubau nicht gereicht hätte, mietete die Stadt drei Gewerbeeinheiten an und baute sie in nur einem Vierteljahr um. Im April war der Beschluss im Stadtrat gefallen.

Rund 300000 Euro investierte die Stadt in den Umbau der Innenräume und weitere 25000 in die Freiflächen. Architekt Raymond Fay, der schon für den Umbau der ehemaligen Juzo-Betriebskantine in den Kindergarten Julius verantwortlich gewesen war, sagte: „Es ist immer ein schönes Ziel für einen Architekten, eine Kinderkrippe zu machen.“ Er überreichte bei der Einweihungsfeier zwei symbolische Schlüssel, die so groß waren, dass Habermann scherzte: „Die sind doppelt so groß wie die Kinder.“ Die Kleinen kümmerte es nicht. Sie wuselten zwischen den Beinen der Erwachsenen herum und machten zwischendurch ein Päuschen auf den Armen ihrer ebenfalls anwesenden Mamas.

Das meiste Interesse der Kinder weckte ein großes Mobile, das der evangelische Pfarrer Winfried Stahl als Geschenk mitgebracht hatte. Als er sein Mitbringsel einen Moment lang nicht hoch genug hielt, bekam eines der Kinder es zu fassen. Das zarte Mobile geriet kurzzeitig durcheinander und Stahl hatte alle Mühe, die Fäden während seiner Rede wieder zu entwirren. Zur Erheiterung der Gäste fand er eine elegante Überleitung und sagte: „Wir sind im Leben von Anfang bis Ende damit beschäftigt, die Balance zu finden. Das ist gar nicht so leicht.“

Der katholische Stadtpfarrer Herbert Gugler – gerade erst von der Papstaudienz in Rom zurück – sprach danach den Segen. Roswitha Kappler, die Leiterin der neuen Kinderkrippe, lobte die Räume: „Da ist ganz was Tolles entstanden.“ Als sie die Räume vor dem Umbau gesehen habe, sei sie skeptisch gewesen, gab sie zu. „Aber wir fühlen uns jetzt schon ganz wohl.“ Kappler kümmert sich mit Erzieherin Anette Schmied, Pflegerin Olga Oks und Raumpflegerin Brigitte Schamberger um das Wohl der Kinder. Die Einrichtung startete mit einer Gruppe, ab Januar soll eine zweite dazu kommen.

Mit dem „Sonnenschein“ verfügt Aichach über 94 städtische Krippenplätze, 85 sind belegt. In den städtischen Kindergärten gibt es 442 Plätze, von denen 431 belegt sind. Die neue Krippe wird von einigen Eltern dringend erwartet. Am Freitag waren schon Mamas da, deren Kinder erst im nächsten Jahr dort betreut werden sollen.

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