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Klausurtagung

19.06.2017

Aichach soll eine neue Kita bekommen

Die Stadt Aichach will eine neue Kita schaffen. (Symbolfoto)
Bild: Alexander Kaya

Aichacher Stadtrat befasst sich in Blumenthal mit wichtigen Themen. Die Kinderbetreuung ist nur eines davon. Zukunftswerkstatt für Perspektivgrundstücke.

Aichach soll eine neue Kindertagesstätte bekommen. Das ist eines der Ergebnisse der Klausurtagung des Aichacher Stadtrats am Samstag in Blumenthal. Wie Bürgermeister Klaus Habermann auf Anfrage berichtet, sollte es dabei abseits des Tagesgeschäfts ums große Ganze gehen. Sechs Stunden lang habe der fast vollzählige Stadtrat laut Habermann konstruktiv und konzentriert gearbeitet.

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Kinderbetreuung Ein Schwerpunkt war nach einem Impulsreferat von Hauptamtsleiterin Aurelija Igel die Kinderbetreuung. Bei einer Sondersitzung im November 2016 hatte das Institut für Sozialplanung (SAGS) mittelfristig einen Mehrbedarf von je vier Krippen- und Kindergartengruppen prognostiziert. Immer wieder muss die Stadt schnell Platz für zusätzliche Gruppen schaffen. Etwas mehr Planungssicherheit verschafft der Stadt das Elternportal „Little Bird“ („Kleiner Vogel“). Dennoch seien die Anmeldezahlen vor allem für die Krippen schwer vorherzusehen, so Habermann.

Bei der Klausur war sich der Stadtrat einig, eine größere Einheit zu schaffen, um sich etwas Luft zu verschaffen: eine Kita mit vier Gruppen, flexibel nutzbar für Krippe oder Kindergarten. Wo, ist noch offen. Es gebe Überlegungen zu mehreren Standorten, die man aber noch baurechtlich prüfen müsse, bevor das Thema im Stadtrat behandelt wird, so Habermann.

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Bauliche Entwicklung Mit Bauamtsleiterin Martina Illgner ging es um die bauliche Entwicklung. Man sei stolz auf das kontinuierliche Wachstum, so Habermann. Das wolle man fortsetzen. Es müsse aber verträglich sein, auch mit Blick auf die Infrastruktur – vom Wohnen bis zum Kita-Platz, betonte Habermann. Die Identität der Ortsteile soll erhalten bleiben. Größtes Problem ist der Mangel an verfügbaren Bauplätzen. „Es gibt knapp 500 Baugrundstücke im Stadtgebiet, die aber nicht am Markt verfügbar sind“, sagt Habermann. Der Stadtrat will nun vorhandene Potenzialflächen entwickeln, also Areale, die im Flächennutzungsplan bereits als Bauland vorgesehen sind. Die gebe es sowohl in der Kernstadt als auch in den Ortsteilen. Zum anderen will der Stadtrat weiterhin zusätzliche Entwicklungswünsche – zum Beispiel Ortsrandsatzungen – individuell prüfen, wie Habermann sagt.

Auch über die sogenannten Perspektivgrundstücke wie das altes Feuerwehrgelände, Neusa, San-Depot und Franz-Beck-Straße wurde laut Habermann kurz gesprochen. Wie berichtet, soll es noch in diesem Jahr eine Zukunftswerkstatt geben, bei der alle Bürger und Vereine gefragt sind. „Wir wollen alle möglichen Wünsche sammeln“, sagt Habermann. Diese sollen dann sortiert und überlegt werden, was davon mittel- und langfristig denkbar wäre. Erst danach sollen Entscheidungen getroffen werden.

Arbeiterwohlfahrt ist am Neusa-Gelände interessiert

Für das Neusa-Gelände gibt es bereits einen Interessenten. Die Arbeiterwohlfahrt (AWO), die ihr Seniorenheim an der Oskar-von-Miller-Straße modernisieren müsste, denkt über einen Neubau an anderer Stelle nach. Wunsch wäre das Neusa-Gelände, wie Habermann bestätigt. „Wir stehen den Wünschen der AWO nicht ablehnend gegenüber“, sagt er. Entschieden sei aber nichts. Es seien noch Gespräche zu führen, so der Bürgermeister.

Gewerbliche Entwicklung Überaus erfolgreich ist laut Wilhelm Rottenkolber, Leiter der Finanzverwaltung, die gewerbliche Entwicklung der Stadt. Im neuen Gewerbegebiet an der B300 in Ecknach seien nahezu alle Grundstücke weg. Im gemeinsamen Gewerbegebiet mit der Gemeinde Dasing, „Acht300“ am Gallenbacher Berg, sind von knapp 28 Hektar nur noch vier übrig. Habermann sagt: „Man war sich einig, dass die Entwicklung in diesem Tempo nicht mehr weitergehen kann, auch mit Blick auf die Flächenversiegelung.“ Der Stadtrat will sich auf mögliche freie Flächen konzentrieren und wo es sinnvoll und machbar erscheint, behutsam neue Flächen ausweisen.

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