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Informationstag

10.10.2019

Aichacher Realschüler suchen den richtigen Beruf

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Beim Berufsfindungstag an der Wittelsbacher Realschule in Aichach konnten die Schüler auch praktische Eindrücke von Ausbildungsberufen bekommen.
Bild: Gerlinde Drexler

Firmen informieren Jugendliche beim Informationstrag theoretisch und praktisch über Ausbildungsberufe. Damit starten die Neuntklässler einen noch langen Weg.

Gefärbtes Wasser kommt aus der Pipette, mit der die Schüler ihre Geschicklichkeit testen können. Beim Berufsinformationstag am Donnerstag an der Wittelsbacher Realschule stellen gut 20 Firmen verschiedene Ausbildungsberufe vor. Neben theoretischen Informationen haben einige auch praktische Übungen vorbereitet. Für die rund 140 Neuntklässler ist der Tag der Einstieg in ein Thema, das sie während des ganzen Schuljahres begleiten wird: ihre berufliche Orientierung.

Vor drei Jahren hatte Ramona Binzer noch als Schülerin an dem Berufsinformationstag teilgenommen. Sie habe dadurch einen anderen Blick auf die Berufe bekommen, erinnert sich die heute 17-Jährige. Die Präsentation bewog sie damals, sich für ein Praktikum bei der Stadt Aichach zu bewerben. Heute ist sie im zweiten Ausbildungsjahr als Verwaltungsfachangestellte. Jetzt stellt die Auszubildende den Neuntklässlern ihren Beruf zusammen mit Daniela Karl vor, die bei der Stadt für die Ausbildung zuständig ist.

Das Angebot der Firmen ist an der Realschule breit gefächert

In insgesamt drei Durchgängen können sich die Neuntklässler bei drei verschiedenen Firmen informieren. Es gibt Angebote aus dem technisch-gewerblichen, dem kaufmännischen und sozialen Bereich. Die meisten Schüler haben noch keine Ahnung, was sie einmal machen möchten. Ein paar haben zumindest schon eine Vorstellung davon, in welche Richtung es gehen soll.

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Vor allem technische Berufe, die Polizei und die Bundeswehr seien der Renner unter den Schülern, sagt Daniela Salewski, die als Fachbetreuerin Wirtschaft den Berufsinformationstag an der Schule schon seit Jahren organisiert. Die Jugendlichen haben noch zwei Jahre Zeit, bis es mit der Ausbildung losgeht. „Sie befassen sich noch nicht wirklich damit“, weiß Salewski aus Erfahrung.

Im Laufe des Schuljahres werden sie sich noch intensiv mit der beruflichen Orientierung auseinandersetzen und während der Ferien auch einige Praktika machen. „Dann sollte sich langsam die Bandbreite einschränken, was sie machen möchten“, sagte die Fachbetreuerin.

Mit dem Informationstag starten Schüler ihre Suche nach einem Beruf

Der Berufsinformationstag ist sozusagen der Startschuss in das Thema, das jede Firma anders angeht. Die Stadt Aichach hat, wie andere Firmen auch, Auszubildende mitgebracht, die aus der Schule plaudern. Robert Kopp, Ausbilder bei der MAN, stellt das Ausbildungszentrum der Firma vor. Von den rund 80 Azubis, die die Firma zusammen mit Renk habe, würden die meisten übernommen, sagt Kopp.

Der 13-jährige Moritz Egger aus Unterbachern (Markt Inchenhofen) hört konzentriert zu und macht sich Notizen. Er habe sich vorab schon ein bisschen über die Firma informiert, erzählt er. Außerdem hat er bereits eine Zusage für einen Praktikumsplatz bei MAN. Den hat auch Tobias Stangl aus Hollenbach. Der 14-Jährige möchte allerdings auch noch bei anderen Firmen ein Praktikum machen. Beim Berufsinformationstag trägt er sich auch noch für die Firmen Züblin und Kuka ein. Ausbilder Kopp ist überrascht, wie viele Fragen er gestellt bekommt. Gerade am Schuljahresanfang, wenn sich die Schüler mit dem Thema Ausbildung noch kaum befasst haben, würden sie eher nur zuhören, ist seine Erfahrung.

Die Schüler gewinnen beim Informationstag ganz praktische Einblicke

Ein Mikroskop und eine Pipette hat Karla Pfeiffer von der Berufsfachschule für medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten in Augsburg mitgebracht. Sie erklärt den Neuntklässlern, dass sie in der Ausbildung viel lernen und unter anderem Blut untersuchen müssten. Die zweistündigen Schnuppernachmittage, die die Schule anbietet, seien Voraussetzung, um an der Schule aufgenommen zu werden. Gabriel Tamm aus Dasing ist nicht der Einzige, der sich fleißig Notizen macht. Einige Schüler bekunden Interesse an den Schnuppernachmittagen. In diesem Beruf bleibe man nicht auf der Straße, sagt Pfeiffer und ergänzt: „Außer ihr wollt arbeitslos sein.“

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