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15.05.2018

Aichacher Spitalbewohner müssen künftig mehr bezahlen

Für das Heilig-Geist-Spital in Aichach müssen die Bewohner ab Juli mehr zahlen.
Bild: Erich Echter (Archiv)

Aichacher Stadtrat erhöht die Monatsbeiträge für die Heimbewohner. Allerding um weniger als empfohlen.

Mehr bezahlen müssen künftig die Bewohner des Heilig-Geist-Spitals in Aichach. Der Satz für die Investitionskosten von 9,62 Euro wird zum 1. Juli um 1,40 Euro erhöht. Das beschloss der Stadtrat am Montagabend. Die Regierung von Schwaben hatte eine Erhöhung um 2,04 Euro pro Tag empfohlen.

Der Pflegesatz für Heimbewohner besteht aus fünf Teilen: dem allgemeinen Pflegesatz, den Kosten für Unterkunft, für Verpflegung, dem Ausbildungskostenzuschlag und dem Investitionskostenanteil. Wie Heimleiter Hans Eberle erläuterte, müssen die Beträge für Pflegesatz, Unterkunfts- und Verpflegungskosten sowie der Ausbildungskostenzuschlag mit dem Bezirk Schwaben und der Arbeitsgemeinschaft der Pflegekassen ausgehandelt werden. Für den Investitionskostenanteil ist dagegen die Regierung von Schwaben zuständig. Mit diesem müssen die Kosten für die Abschreibungen, Fremdkapitalzinsen, Eigenkapitalzinsen, Instandhaltung und Mietkosten finanziert werden. Zuletzt wurde der Satz im Mai 2013 geändert. Wie Eberle erläuterte, hat nun die Regierung von Schwaben einen durchschnittlichen Tagessatz von maximal 11,66 Euro bis Ende 2022 festgesetzt. Das hätte laut Eberle eine Erhöhung von 2,04 Euro pro Tag für jeden Heimbewohner bedeutet. Der höhere Tagessatz begründe sich durch die größeren Investitionen der vergangenen Jahre, zum Beispiel neue Pflegebetten und die Erneuerung der Heizung.

Die Spitalverwaltung empfahl aber, lediglich um den zur Kostendeckung notwendigen Betrag zu erhöhen: 1,40 Euro. Auf die Eigenkapitalverzinsung könne man verzichten, in den Berechnungsunterlagen seien zudem die Finanzierungskosten für zwei Darlehen enthalten, die zum Jahresende oder zum Halbjahr 2019 getilgt seien.

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Der Investitionskostenanteil für ein Doppelzimmer erhöht sich somit von bisher 5,43 Euro auf 6,83 Euro, für ein Einzelzimmer von 13,66 Euro auf 15,06 Euro. Die monatliche Mehrbelastung für die Heimbewohner betrage im Schnitt 42,59 Euro, so Eberle. Mit 28:3 Stimmen wurde dem zugestimmt.

Einstimmig erfolgte die Zustimmung zum Wirtschaftsplan 2018 des Heilig-Geist-Spitals, wie vorher schon im Finanzausschuss (wir berichteten). Die Spitalstiftung ist um die Mitte des 14. Jahrhunderts durch Konrad Werder und dessen Ehefrau Elisabeth als Hospital für die Armen, Kranken und Pilger der Stadt gegründet worden. Bis zu 77 Bewohner können betreut werden.

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