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Aindling

08.07.2020

Aindling: Neues Feuerwehrhaus darf 4,5 Millionen Euro kosten

Das derzeitige Aindlinger Feuerwehrhaus am östlichen Ortseingang an der Peter-Sengl-Straße verfügt nur über drei Tore. Einige Fahrzeuge der Feuerwehr stehen daher momentan im Freien. Das soll sich künftig ändern.
Bild: Martin Golling (Archiv)

Plus Der Neubau in Aindling soll erweiterbar werden. Es soll auch ein neuer Raum für Veranstaltungen oder Notfälle entstehen. Wie um regionale Firmen gekämpft wird.

Wie groß soll das neue Aindlinger Feuerwehrhaus werden? Zwischen vier Varianten konnten die Aindlinger Marktgemeinderäte bei ihrer jüngsten Sitzung entscheiden. Am Ende stimmten sie für das gewünschte Raumprogramm der Feuerwehr mit vertretbaren Einsparungen bei der Ausstattung. Die geschätzten Kosten für den Neubau liegen bei etwa 4,5 Millionen Euro. Die teuerste Variante sah Kosten von 5,4 Millionen Euro vor.

Das neue Gebäude soll auf dem 4000 Quadratmeter großen freien Areal neben der Feuerwehr gebaut werden. Diese Lösung, das heißt Bauhof, altes und neues Feuerwehrhaus aneinander anschließend, war die Wunschlösung der Aktiven. Mittels Funktionalausschreibung soll jetzt ein Generalübernehmer gefunden werden, der das Feuerwehrhaus plant und errichtet. Die Firma Pfaller Ingenieure aus Nürnberg leitet das Ausschreibungsverfahren.

Sechs Tore für das Aindlinger Feuerwehrhaus

Das neue Feuerwehrhaus soll rund 1500 Quadratmeter groß werden. Es soll sechs Stellplätze und damit sechs Tore erhalten. Wie der Aindlinger Kommandant, Andreas Ehleider, dem Gremium versicherte, wolle die Feuerwehr auch Eigenleistungen erbringen. So will sie Teile der Innenausstattung – etwa Tische oder IT-Geräte – selbst stellen und sich bei der Einrichtung „auch ein bisschen verwirklichen“, so Ehleider. Dadurch könnte die Gemeinde bei diesem 150.000-Euro-Posten einiges an Geld sparen. Ende 2022 feiert die Feuerwehr ihr 150. Bestehen – ob das Haus bis dahin fertig wird, ist fraglich.

Ehleider betonte abermals, dass der Feuerwehr vor allem an einer ausreichend großen Fläche gelegen ist, um in Zukunft auch noch erweitern zu können, möglicherweise für ein Katastrophenschutzfahrzeug des Landkreises. Auch Gemeinderat Michael Balleis, der Vorsitzender der Feuerwehr Stotzard ist, hob die Erweiterbarkeit des geplanten Hauses hervor. Er erläuterte auch, dass an einem Gesamtkonzept für Bauhof, altes und neues Feuerwehrhaus gearbeitet werde. So solle künftig eine zentrale Heizanlage entstehen, die mit Hackschnitzel betrieben werden könnte. Auch eine Fotovoltaikanlage sei im Gespräch, genauso wie der Bau einer Wasserzisterne. Um Platz zu sparen, erhält das Haus keine Waschhalle. Stattdessen soll der Bauhof eine Waschbox zur gemeinsamen Nutzung bekommen.

Ein kleines Museum für das Feuerwehrhaus

Im neuen Feuerwehrhaus soll zudem ein kleines Museum entstehen, um das Oldtimerauto der Feuerwehr aus dem Jahr 1942 zu präsentieren. Da das Fahrzeug auch wieder aus dem Raum gefahren werden kann, kann dieses Foyer mehrfach genutzt werden. Wie Balleis und Bürgermeisterin Gertrud Hitzler erklärten, werde hier ein größerer Raum geschaffen, der barrierefrei ist, beheizt werden könne und Parkplätze vor dem Haus habe. Der Raum könne sowohl für kleinere Veranstaltungen und Schulungen genutzt werden als auch in Notfällen – ähnlich der Corona-Krise – schnell zur Verfügung stehen.

Um das Feuerwehrhaus zu erhalten, das sie sich wünschen, müssen die Gemeinderäte ihre Vorstellungen genau definieren. Das Ingenieurbüro sucht dann passende Generalübernehmer, die ihrerseits später mehrere Subunternehmer für den Bau beauftragen können. Da den Gemeinderäten daran gelegen ist, dass möglichst viele Firmen aus der Region an dem Bau mitwirken, soll unter anderem ein größeres Zeitfenster für den Bau gewählt werden, damit etwaige lokale Interessenten erst andere Aufträge abarbeiten können. Zudem soll es häufige Jourfix-Termine geben und die Bezahlung in mehreren Abschlägen erfolgen, damit kleinere Firmen nicht auf dem Trockenen sitzen.

Gemeinde Aindling hofft auf Förderung

Gemeinderat Karl Gamperl fasste zusammen: „Wir brauchen Firmen, die ein Auftragsloch haben.“ Er rechnete schon mal die erhofften Zuschüsse mit ein und kam dann noch auf Kosten von 4,1 Millionen Euro. „Eine Drei vor dem Komma wäre noch schöner“, fand er. Der Tenor des Gremiums lautete aber: Nicht an der Größe sparen.

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