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Hilfsprojekt

11.11.2019

Aindlinger Basar für krebskranke Tschernobyl-Kinder

Auch das Rahmenprogramm der Basare war in den vergangenen Jahren sehr unterhaltsam. Mit unglaublicher Perfektion tanzten die Kinder der Augsburger Tanzschule „Alisa“ hier auf dem Basar der „Hilfe für Kinder aus Tschernobyl“ in Aindling.
Bild: Martin Golling (Archivfoto)

Die Initiative „Hilfe für Kinder aus Tschernobyl“ organisiert am Sonntag einen Weihnachtsbasar in der Aindlinger Mittelschule. Ein Hilfskonvoi wurde losgeschickt.

Sie haben es wieder geschafft: Am 30. Oktober hat die Initiative „Hilfe für Kinder aus Tschernobyl“ zusammen mit der Osteuropahilfe in der Nähe von München 14 Tonnen Hilfsgüter nach Weißrussland abgeschickt. Sie werden in der kontaminierten Region rund um Gomel in Weißrussland dringend gebraucht. Durch die Zusammenarbeit mit der Osteuropahilfe haben sich die Transportkosten halbiert. Ein großer Vorteil, wie Heidi Bentele von der Initiative „Hilfe für Kinder aus Tschernobyl“ erklärt, weil jeder Euro der Spendengelder dringend für weitere Hilfsmaßnahmen gebraucht wird, um krebskranken und bedürftigen Kindern in der radioaktiv verseuchten Zone zu helfen.

Heidi Bentele, die sich seit vielen Jahren für diese Kinder engagiert, bedauert, dass die Atomkatastrophe in Tschernobyl von 1986 bei der restlichen Bevölkerung immer mehr in Vergessenheit gerate. Und das, obwohl die Neuerkrankungen durch verschiedene Krebsarten bei Kindern weiterhin erschreckend zunehmen. Davon mussten sich die Vorsitzenden der Initiative, Heidi Bentele mit Marina Schmidberger, im April bei ihrem letzten Besuch in der Region persönlich überzeugen.

Freunde aus Weißrussland helfen

Doch Heidi Bentele bekommt Unterstützung. Es sei eine große Entlastung, dass ihr, bis auf einige wenige organisatorische Kleinigkeiten, vieles abgenommen werde, erklärt sie. Das Einsammeln der Hilfsgüter, das Verpacken und Sortieren, auf Russisch geführte Korrespondenzen mit dem Partner in Gomel oder die Erstellung der Lade- und Empfängerliste für den Zoll wurden ihr von zwei Freunden abgenommen, die selbst aus dem betroffenen Land kommen. Marina Schmidberger aus Ekatarinenburg und Oleg Maksimovich aus Gomel in Weißrussland setzen sich seit vielen Jahren mit ganzer Kraft für diese humanitäre Hilfe ein und bringen ihre Erfahrungen in die Arbeit mit ein.

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Schmidberger, Bentele und Maksimovich sind dankbar für die großzügigen Spenden, die den Transport erst ermöglicht haben. Schon seit Jahren spendet Yvonne Müller-Welker aus Krumbach der Initiative den Restbestand ihres Secondhandlagers. Allein damit werden 160 große Plastiksäcke mit Kinder- und Erwachsenenkleidung gefüllt, die dann in Waisenhäusern, in der Kinderhämatologie, an kirchlich betreute Straßenkinder und an kinderreiche Familien verteilt werden. Auch Honigspenden sind eingegangen, die den kranken Kindern wie Medizin verabreicht werden.

Kuchenspenden sind willkommen

Inzwischen laufen auch die Vorbereitungen für den Weihnachtsbasar am Sonntag, 17. November, auf Hochtouren, damit den Besuchern wieder eine große Auswahl an weihnachtlichen Geschenken zur Verfügung steht. Wer für diesen Basar bereits etwas gestrickt, gehäkelt, gesägt, geschliffen oder gebastelt hat, kann seine Werke bei Heidi Bentele im Flurweg 12 abgeben. Die Organisatoren wollen außerdem auch noch am Samstagnachmittag vor Ort in der Mittelschule sein. Über Kuchenspenden würden sich Heidi Bentele und Marina Schmidberger ganz besonders freuen. Der gesamte Erlös kommt krebskranken Kindern zugute, um ihnen die dringend benötigte Hilfe zu ermöglichen. (AN)

Der Weihnachtsbasar: Am Sonntag, 17. November, findet in der Aindlinger Mittelschule ab 9 Uhr der Weihnachtsbasar zugunsten krebskranker Kinder aus Tschernobyl statt.

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