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Sitzung

01.08.2019

Aindlinger Gemeinderat überstimmt Polizei

Um den Verkehr bei der neuen Kita in Aindling zu bremsen, war auch eine Mittelinsel wie hier auf dem Bild im Gespräch. Gegen den Rat der Polizei entschied sich der Gemeinderat aber mehrheietlich für eine Fahrbahnverengung.
Bild: Michaela Axtner

Gremium befürwortet andere Querungshilfe für die neue Kita am östlichen Ortseingang

Die Aindlinger Marktgemeinderäte befassten sich in ihrer jüngsten Sitzung auch mit der neuen Kindertagesstätte (Kita) am östlichen Ortseingang. Dabei diskutierten sie darüber, welche Querungshilfe für Fußgänger an dieser Stelle am besten geeignet ist. Am Ende entschieden sie sich gegen die Stimme von Josef Settele für eine Verengung der Fahrbahn. Alternativ war eine Mittelinsel im Gespräch.

Die neue Kita entsteht an der Gaulzhofener Straße. Da lediglich auf der Südseite der Straße ein Geh- und Radweg vorhanden ist, soll vor allem Kindern ein sicheres Überqueren der Straße ermöglicht werden.

Einer der ausschlaggebenden Aspekte für die Verengung war, dass sie im Gegensatz zur Mittelinsel zwangsläufig eine Temporeduzierung mit sich bringe. Zudem könnten die Kinder die Straße auf einmal überqueren und hätten mit keiner Sichtbehinderung durch eine Insel zu kämpfen. Auch die Kosten liegen mit 75000 Euro etwa 25000 Euro unter der Mittelinsel. Für diese hatte sich die Polizei ausgesprochen, unter anderem weil der Verkehr bei dieser Variante flüssiger fließe. Ihrem Beschluss fügten die Aindlinger Räte hinzu, dass die Querungshilfe auf Höhe des Eingangs der neuen Kita gebaut werden soll.

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Um die Voraussetzungen für die neue Kita zu schaffen, hat das Gremium zudem die Änderung des Bebauungsplans im Bereich Marktanger II Nord beschlossen. Dazu können jetzt Bürger und Behörden Stellung nehmen. Karl-Andreas Gamperl stimmte gegen den Entwurf.

Damit ein Bauherr an der Fraundorfer Straße ein Toskanahaus errichten kann, bewilligte der Rat jetzt die Änderung des Bebauungsplans hinsichtlich der Dachform, Dachneigung und der Baugrenze im Westen. Zudem segnete das Gremium den städtebaulichen Vertrag mit dem Antragsteller ab. Im nicht-öffentlichen Teil der Sitzung vergab der Gemeinderat Asphaltierungsarbeiten an die Schweiger Straßenbau GmbH aus Altomünster.

Diese soll unter anderem im Moosweg in Pichl tätig werden, am noch ausstehenden Teil der Ortsdurchfahrt in Eisingersdorf sowie an der Gemeindeverbindungsstraße zwischen Aindling und Edenhausen nach der Abzweigung Richtung Pichl. Die Kosten liegen bei rund 130000 Euro brutto. (ull)

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