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Konzept

13.01.2016

Aindlings Generationenpark ist für alle da

Auch in Aindling soll ein Generationenpark entstehen. Unser Bild zeigt zwei begeisterte Seniorinnen, die Geräte des Bewegungsparks Langenhagen bei Hannover testen. Nach asiatischem Vorbild sollen vor allem ältere Menschen die Möglichkeit bekommen, sich in freier Natur körperlich und geistig fit zu halten.
Bild: Foto: Jochen Lübke, dpa

Neue Anlage soll bereits im Sommer eingeweiht werden. Warum er eigentlich nicht für Kleinkinder gedacht ist, aber doch von ihnen genutzt werden kann

Aindling Wenn alles nach Plan läuft, soll die Marktgemeinde Aindling schon im Sommer um eine Attraktion reicher werden. Dann nämlich soll der viel diskutierte Generationenpark im Krankenhauspark eingeweiht werden. Bürgermeister Tomas Zinnecker stellte kürzlich das Konzept für den sportlichen Treffpunkt vor und bilanzierte danach: „Alle Anwesenden waren mit dem Konzept zufrieden.“

Anwesend bei der sogenannten Bürgeranhörung im Sitzungssaal im Rathaus waren laut Zinnecker sechs Gemeinderäte und 13 weitere Bürger. Insgesamt hat der Markt über 4300 Einwohner. Wie berichtet, hatte Marktgemeinderat Benjamin Schröter (Perspektive Aindling) mehrfach bemängelt, dass die Bürger nicht ausreichend an dem Projekt beteiligt würden. Noch im Dezember hatte er mittels einer Unterschriftensammlung und einem neuen Antrag versucht, einen Bürgerworkshop zu erwirken. Vergeblich. Die jetzige Bürgeranhörung ließ die Wähler- und Aktionsgemeinschaft aber als würdigen Ersatz durchgehen. Die Gruppierung kommentierte auf ihrer Facebook-Seite: „Alles in allem eine gelungene Besprechung, die Spaß gemacht hat.“

Zwar fanden auch die geplanten Geräte Zustimmung, Schröter vermisst aber weiterhin eine Ecke für Kleinkinder im Park. Als Vorsitzender des Elternbeirats des benachbarten Kindergartens St. Martin wisse er, dass sich die Eltern oftmals beim Bringen oder Abholen der Kinder austauschen. Dies sei aber auf der Straße oder im Parkplatzbereich des Kindergartens problematisch. Im Generationenpark könnten sie sich unbeschwerter treffen.

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Der Generationenpark ist für alle Altersklassen offen, betont Zinnecker. Eine Altersbegrenzung werde es nicht geben. „Die Geräte sind für Nutzer von zehn bis 99 Jahren gedacht. Das heißt aber nicht, dass kleine Kinder nichts damit anfangen können“, so Zinnecker. Es gelte aber wie fast immer: Die Eltern haften für ihre Kinder.

Albertine Ganshorn, die Seniorenbeauftragte des Marktes, hat den Generationenpark vor vier Jahren angestoßen. Auch sie würde sich freuen, wenn der Park ein Treffpunkt für alle Aindlinger würde. Ihrer Ansicht nach gibt es für Kleinkinder aber genügend Spielplätze in Aindling, für Kinder ab zwölf Jahren aber kaum freie Spiel- und Sportmöglichkeiten. Dass die ältere Generation den Park annehmen wird, daran hat Ganshorn keinerlei Zweifel. Mit Boulebahn, Tischtennisplatte und Sitzgruppe sei er schon jetzt gut besucht. Zudem will die Seniorenbeauftragte dort weitere Treffen anberaumen, wenn die Bewegungsgeräte stehen.

Das haben auch die Jugendbeauftragten Bernd Aichele und Petra Mießl vor. Auch sie wollen die Jugendlichen dort nach der Einweihung versammeln und die Geräte vorstellen. Tafeln an den einzelnen Stationen informieren zudem über unterschiedliche Übungsgrade. Laut Mießl könnten die Jugendlichen den Park später individuell als eine Art Trimm-Dich-Pfad nutzen. Aber auch Schulen oder Sportvereine könnten die Geräte in ihr Programm mit einbinden.

Sowohl Mießl als auch Ganshorn sind der Meinung: „Wer sich an dem Projekt beteiligen wollte, hatte genug Möglichkeiten dazu.“ Unter anderem hätten die Sitzungen des Ausschusses für Jugend, Senioren und Familien besucht werden können, in denen der Park geplant wurde. Außerdem gab es mehrere Begehungen vor Ort, so Mießl.

Ob im Park künftig auch kulturelle Veranstaltungen, etwa Konzerte, stattfinden werden, hängt laut Zinnecker vor allem von der Stromversorgung ab. Da in unmittelbarer Nähe demnächst die neue Rettungswache gebaut wird, ist der Bürgermeister aber zuversichtlich, dass die Leitungen mitgenutzt werden können.

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