Newsticker

Corona-Hotspots: Andere Bundesländer verhängen Beherbergungsverbot für Münchner und Würzburger
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Aindlings Vereine bekommen ein Bürgerzentrum

Eigenleistung gefordert

26.03.2009

Aindlings Vereine bekommen ein Bürgerzentrum

Die Aindlinger Vereine bekommen ein "Vereinsheim mit Bürgersaal". Das hat der Marktgemeinderat kürzlich in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen. Gemeinsam mit anderen Ortsvereinen hatte der Aindlinger Musikverein die Forderung nach einem gemeinsamen Bürgerzentrum mit Bürgersaal schriftlich an die Gemeinde herangetragen. Von Martin Golling

Aindling. Die Aindlinger Vereine bekommen ein "Vereinsheim mit Bürgersaal". Das hat der Marktgemeinderat kürzlich in nicht öffentlicher Sitzung beschlossen. Gemeinsam mit anderen Ortsvereinen hatte der Aindlinger Musikverein die Forderung nach einem gemeinsamen Bürgerzentrum mit Bürgersaal schriftlich an die Gemeinde herangetragen.

Brandaktuell konnte der Vorsitzende des Musikvereins Aindling, Siegfried Wittmann, bei der Mitgliederversammlung die Beschlüsse des Marktgemeinderates verlesen. So habe sich der Gemeinderat entschieden, für den Bau eines Gemeinschaftshauses, sprich Bürgerzentrum, ein geeignetes Grundstück zur Verfügung zu stellen. Um welches Grundstück es sich handelt, müsse erst noch geklärt werden.

Die initiierenden Vereine seien aufgefordert, die Grundidee mit Raumprogramm für das Projekt zu entwickeln. Die finanzielle Förderung des Baus werde bei 15 Prozent der nachgewiesenen Kosten liegen. Der Marktgemeinderat weist darauf hin, dass die Vereine "bis aufs Äußerste gefordert" sein würden. Sprich: voller Einsatz an Vereinsvermögen und Eigenleistung.

Aindlings Vereine bekommen ein Bürgerzentrum

Die Raumnot brennt den Verantwortlichen des Musikvereins schon länger auf den Nägeln. "Mit einem 70 Quadratmeter großen Probenraum, einem 20 Quadratmeter großen Nebenraum und einer Acht-Quadratmeter-Abstellkammer sind unsere Voraussetzungen zur Jugendförderung seit Langem schon an die Grenzen gestoßen - ein kläglicher Zustand", formulierte der Vorsitzende.

Doch auch finanziell sei der Verein nicht gerade auf Rosen gebettet. Der Musikverein hat im vergangenen Jahr von der Marktgemeinde 205 Euro an Zuschüssen bekommen - "erstmalig in der Geschichte des Musikvereins", wie Siegfried Wittmann versicherte. Er stellte diese Summe jenen 15 000 Euro gegenüber, die der TSV Aindling und die DJK Stotzard 2008 kassiert hätten. Die geben es jährlich auch ohne entsprechende Anträge - allein 6000 Euro seien an Übungsleiterzuschüssen geflossen, rechnete Wittmann vor, der aber weder die Gemeinde noch die Sportvereine anprangerte, sondern lediglich eine gerechtere Verteilung der Mittel anregte.

Der gesamte Bezirk 14 des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes (Bezirk 14 entspricht dem Landkreis Aichach-Friedberg) erhalte 4050 Euro für die Jugendarbeit aller gemeinnützig tätigen Vereine, allein die zwei Sportvereine im Gemeindebereich jedoch 6000 Euro, stellte Wittmann fest. Der Bezirksvorsitzende des ASM, Hans Rabl, versprach, an der Sache dranzubleiben.

Diskussion Heute, 27. März, findet im Gemeinschaftshaus Binnenbach auf Einladung von CSU/FWG ein Diskussionsabend zum geplanten "Vereinsheim mit Bürgersaal" statt.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren