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Aichach

04.05.2020

Aktienmühle Aichach will elf riesige Mehlsilos bauen

Eine neue Mehlloseverladung mit elf Silos will die Aktienmühle in Aichach bauen. Die Fenster des alten Mühlengebäudes (rechts im Bild) sollen zugemauert werden.
Bild: Evelin Grauer (Archivfoto)

Plus Die Aktienmühle Aichach will elf Silos bauen - jedes über 35 Meter hoch. Mit den neuen Plänen soll die Lärmbelastung der Anwohner sogar sinken.

Die Aktienmühle Aichach (Aka) will eine Mehlloseverladung und eine Treppenanlage auf dem Mühlendach bauen. Die Mehrheit des Stadtrats hatte keine Einwände. Die Aka will vier der bestehenden sieben Silos abreißen und dafür elf neue Mehlsilos bauen. Der Verladebereich unterhalb der Silos wird komplett eingehaust, die Lastwagen werden bei geschlossenen Toren beladen. Am Mühlengebäude selbst werden alle hofseitigen Fenster zugemauert, sodass es künftig weniger Lärm in Richtung der Wohnbebauung im Osten geben soll.

Einziger Diskussionspunkt im Stadtrat war die geplante Höhe der Silos von 35,70 Metern. Das Mühlengebäude selbst mit einer Firsthöhe von etwa 28 Metern wird deutlich überragt. Bei einer niedrigeren Höhe könnten die Silos nicht mehr auf der Straße transportiert werden, erläuterte Ulrich Egger vom Bauamt. Die FWG hatte deshalb Bauchschmerzen. Ihr Antrag, dem Bauherrn aufzugeben, die Silos mit größerem Durchmesser und niedriger zu bauen, scheiterte mit 8:18 Stimmen. Mit 25:1 (gegen die Stimme von Lothar Bahn, FWG) stimmte der Stadtrat dem Bauantrag zu.

Statt einer gleich fünf Wohnungen in landwirtschaftlichem Gebäude

Knapp abgelehnt hat es der Stadtrat, einem Bauantrag aus Ecknach zuzustimmen. Dort hat ein Bauherr in einem landwirtschaftlichen Gebäude an der Pfarrer-Steinacker-Straße, das mit einer Wohnung geplant und genehmigt war, fünf Wohnungen eingebaut, wie die Bauaufsicht des Landratsamtes feststellte. Dem darauf folgenden Tekturplan verweigerte der Bauausschuss im November 2019 die Zustimmung. Jetzt forderte das Landratsamt die Stadt auf, zuzustimmen. Weil der Bauherr nun die Erschließung sichergestellt hat, habe sich die Sach- und Rechtslage geändert. Das Landratsamt kann das gemeindliche Einvernehmen ersetzen.

 

Bürgermeister Habermann plädierte dafür, trotzdem bei der Ablehnung zu bleiben. Der Bauherr hätte sein Projekt schließlich auch gleich so beantragen können. Ob das so genehmigt worden wäre, darüber gingen die Meinungen auseinander. Sowohl Magdalena Federlin (Grüne) als auch Kristina Kolb-Djoka (SPD) hielten eine Zustimmung für ein falsches Signal an andere Bauherrn. Anton Friedl (CSU), selbst Landwirt, fand den Vorgang schädlich für Landwirte, weil das Gebäude privilegiert gebaut wurde. Andere Räte sahen das nicht so eng, zumal sich an der Kubatur des Gebäudes nichts geändert hat. Die Abstimmung ergab 13:13. Damit ist die Zustimmung verweigert.

Aichach: Keine Betreuung, keine Kita-Gebühr

Kita-Gebühren ausgesetzt Eltern, deren Kinder wegen der Corona-Pandemie derzeit keine Kindertagesstätte (Kita) besuchen können, müssen ab April für maximal drei Monate keine Gebühren zahlen. Die Aussetzung der Gebührenerhebung beschloss der Stadtrat einstimmig. Die Mindereinnahmen pro Monat: rund 26.700 Euro.

Bedarf an Betreuungsplätzen Den Bedarf an neuen Betreuungsplätzen in Kitas hat der Stadtrat einstimmig anerkannt. Das war notwendig, damit Förderanträge für den Bau der Holz-Ersatzkinderkrippe auf dem Neusiedl-Grundstück gestellt werden können. Der Bau für drei Gruppen soll die Container der Krippe Pusteblume für zwei Gruppen ablösen. Anerkannt wurde auch der Bedarf für weitere 48 Krippen- und 100 Kindergartenplätze. Grundlage sind die Anmeldezahlen.

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