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13.12.2013

Aktivisten für Umgehung verstärken Aulzhauser Liste

Die Freie Bürgergemeinschaft Aulzhausen schickt 17 Kandidaten in die Kommunalwahl: (von links) Josef Tränkl, Herbert Hartl, Angelika Mittler, Josef Echerer, Selina Böse, Ulrike König, Thomas Born, Helmut Merwald, Ulrich Herrmann, Manfred Hengster, Gabriele Seiderer, Karl Lichtenstern, Rolf Fissel, Klaus Brandmeier. Nicht im Bild sind Marlies Winkler, Johannes Grabler und Werner Hartl.
Bild: Holzhauser

Fünf Mitglieder der Interessengemeinschaft schließen sich an. Vor allem Helmut Merwald will unbedingt in den Gemeinderat

Affing-Aulzhausen Eines ist schon jetzt klar: Die geplante Ortsumfahrung in Affing wird im nächsten Jahr das vorrangige Wahlkampfthema sein. Dies machten die freien Bürger Aulzhausens (Gemeinde Affing) am Mittwoch unmissverständlich klar. Bei ihrer Nominierungsveranstaltung im Schützenheim fanden sich gleich fünf Mitglieder der Interessengemeinschaft Ortsumfahrung Affing (Igoa) auf der Wahlliste für den Gemeinderat. Die Aktivisten wollen gegen die „Verweigerer“ aus Anwalting und Gebenhofen vorgehen, wie Helmut Merwald ankündigte.

Insgesamt wählten die 19 Stimmberechtigten 17 Kandidaten auf die deutlich verjüngte Liste. Gemeinderat Hubert Grabler und Affings stellvertretender Bürgermeister Rolf Fissel treten nicht mehr an.

Aulzhausens neuer Spitzenkandidat heißt nun Josef Tränkl, der seit 2008 im Gemeinderat sitzt. Als einziger seiner anwesenden Kollegen bewarb er sich für eine weitere Amtszeit. Auf der Nominierungsveranstaltung zeigte sich Tränkl glücklich, doch noch eine große Liste vorstellen zu können. „Wir haben oft Namen hinzugefügt und wieder gestrichen. Wir konnten lange kaum jemanden begeistern, mitzumachen“, beschrieb der Gemeinderat die Lage vor dem Mittwochabend. Die Schuld daran gibt Tränkl den vielen Problemen und Streitereien im Gemeinderat. Gegen Bürgermeister Rudi Fuchs wird zudem wegen Untreue ermittelt (wir berichteten). „Das hat auf jeden Fall Substanz gekostet“, erklärte der Spitzenkandidat.

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So ist womöglich auch die starke Beteiligung der Interessengemeinschaft Ortsumfahrung Affing auf der Aulzhauser Liste zu erklären. Vor allem Helmut Merwald und Thomas Born nutzten die Chance, auf der Nominierungsveranstaltung ihre Ansichten zu präsentieren. „Die Umgehung wird kommen, keine Frage. Doch noch können einige Verweigerer das Ganze lange in die Zukunft hinauszögern“, erklärte Merwald erhitzt. Aus diesem Grund will er nun in den Gemeinderat. Um auch dort gegen die Gegner des Vorhabens zu kämpfen, wie er sagte. Auf der Liste wird Merwald auf Platz zwei geführt, sein Kollege Thomas Born auf Platz drei. Zeitgleich kündigten sie für das kommende Jahr viele weitere Aktionen an, um ihren Standpunkt zu verdeutlichen.

Das Auszählverfahren wurde geändert

Wie viele Kandidaten aus Aulzhausen schlussendlich jedoch in den Gemeinderat kommen, steht noch nicht fest und ist abhängig von der Gesamtzahl der abgegebenen Stimmen. Vor sechs Jahren schafften es drei Vertreter der Bürgerschaft. 2014 gilt jedoch das neue Auszählverfahren nach Hare/Niemeyer, welches kleinen Orten gewisse Vorteile verschafft und frühere Listenverbindungen teilweise nutzlos macht. 2008 schloss sich Aulzhausen noch mit anderen Ortsteillisten zusammen. Am Mittwoch entschieden sich die Freien Bürger einstimmig gegen eine Wiederholung dieser Kooperation. Mit zwei Gegenstimmen bestätigten sie zudem ihre Liste im Blockverfahren. Auf dieser steht auch wieder Rolf Fissel auf Platz 17. Der Zweite Bürgermeister Affings ist jedoch nur pro forma dabei. „Ich fungiere als Stimmfänger“, erklärte er schmunzelnd. Fissel will sich eigentlich aus Altersgründen aus der Kommunalpolitik zurückziehen. Seine erneute Beteiligung ist als Schützenhilfe zu verstehen, wie er sagte. Ein nochmaliges Engagement als Gemeinderat schloss Fissel kategorisch aus.

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