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Kommunalwahl 2020

08.11.2019

Albert Wagner will Bürgermeister in Schiltberg werden

Albert Wagner möchte sich um das Amt des Bürgermeisters in Schiltberg bewerben.
Bild: Sabrina Rauscher (Archiv)

Plus Der 57-jährige Albert Wagner möchte sich im nächsten Jahr in Schiltberg um die Nachfolge von Amtsinhaber Josef Schreier bewerben. Was seine Ziele sind.

Albert Wagner will Bürgermeister in Schiltberg werden. Das hat er am Donnerstagabend bekannt gegeben. „Nach reichlicher Überlegung habe ich den Entschluss gefasst“, erklärte der 57-Jährige. Er sei immer wieder von Mitbürgern angesprochen worden, ob er kandidieren wolle. Bei der Kommunalwahl 2020 will er Fabian Streit, der bereits als Bürgermeisterkandidat nominiert wurde, nun Konkurrenz machen. Der tritt für die CSU/Freien Wähler und Parteilose an. Für Wagner, der selbst bei der CSU Mitglied ist, ist Fabian Streit aber kein Gegner, sondern ein Mitbewerber. Wagner sagt von sich, er sei noch nie Parteisoldat gewesen: „Es geht mir immer um die Sache.“

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Nächster Schiltberger Bürgermeister ist ein Hauptamtlicher

Das Amt des Bürgermeisters – in Schiltberg wird es ab 2020 hauptamtlich ausgeübt - biete Möglichkeiten, die Zukunft des Gemeinwesens zu gestalten. Es verlange jedoch großen persönlichen Einsatz, Verantwortlichkeit, Kraft, Kreativität, Sachverstand und Entscheidungsfreude, das sei ihm bewusst.

Der Familienvater erklärt, dass ihm die Pflichtaufgaben der Gemeinde ein wichtiges Anliegen seien. In Schiltberg werde es in den nächsten Jahren auch um die Abwassersituation gehen. In Sachen Kanal, Kläranlage oder Pumpstationen werden Umbaumaßnahmen nötig sein, um den gesetzlichen Anforderungen nachzukommen, erklärt der Betriebsleiter der Kläranlage: „Ich finde, der Bürger sollte objektiv über die Maßnahmen informiert werden. Denn es geht hier auch um die Umwelt und die Natur.“

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Wagner strebt ein Hochwasser-Konzept an

Starkregen und Hochwasser sind in Schiltberg immer wieder Thema. „Wir sind nicht verschont davon“, bedauert Wagner. „Beim letzten Hochwasser 2019 im Sommer hat es in Schiltberg circa 100 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde geregnet.“ Wagner ist der Ansicht, dass ein Konzept erstellt werden sollte, um Hochwasser zurückzuhalten. Selbst wenn es schwierig werden könnte, sobald es sich um Platzregen handelt.

Auch mit dem Thema Baugebiete hat sich der ehemalige Gemeinderat beschäftigt: „Nicht um jeden Preis wachsen“, findet er. Bauplätze würde er an Einheimische vergeben, zudem würde er sich für einen schonenden Umgang mit der Natur einsetzen. Dazu gehören für Wagner auch landwirtschaftliche Flächen, Äcker oder Wiesen, die auch für die Futtermittelproduktion gebraucht werden. „Für mich wirtschaftet die biologische Landwirtschaft gut und die konventionelle Landwirtschaft nicht schlecht.“ Die Landwirte, ob sie nun biologisch oder konventionell arbeiten, würden hervorragende Lebensmittel herstellen. Es solle ein Miteinander sein, wenn es nach Wagner geht.

57-Jähriger sichert Vereinen und Institutionen Unterstützung zu

Wenn er Bürgermeister wird, will er Vereine, Institutionen und kirchliche Einrichtungen unterstützen. „Die Feuerwehren sind für mich eine sehr wichtige Einrichtung, denn sie sorgen für die Sicherheit der Bevölkerung. Meine Unterstützung haben die Feuerwehrfrauen und -männer.“ Wie wichtig das Ehrenamt für die Gesellschaft ist, hat er selbst bei seiner langjährigen Tätigkeit in der Feuerwehr erlebt.

Auch Kindergarten und Schule sollen in Schiltberg nicht hintanstehen müssen. Glücklicherweise gebe es in der Gemeinde noch eine gut funktionierende Schule und einen Kindergarten. Wagner ist hier als Hausmeister tätig. Seit mehr als 30 Jahren arbeitet er bei der Gemeinde. Er war viele Jahre Bauhofleiter, ist Betriebsleiter der Kläranlage Schiltberg und damit auch zuständig für die Pumpstationen und den Kanal. Außerdem ist er Bauhofmitarbeiter. Er war bereits zwölf Jahre Mitglied im Gemeinderat, zehn Jahre ehrenamtlich Verbandsrat beim Wasserzweckverband Weilachgruppe und einige Jahre Mitglied in der Versammlung der Verwaltungsgemeinschaft Kühbach.

Wagner will eigene Wählergruppierung gründen

Ein großes Anliegen sei ihm, das Gespräch mit den Bürgern zu suchen. „So kann man schon einige Probleme aus der Welt schaffen und lösen“, ist Wagner überzeugt. Seine Devise als Bürgermeister wäre: „Es muss alles realistisch und bezahlbar sein.“ Vor der Kommunalwahl wird Wagner eine eigene Wählergruppierung gründen. Wann die Gründungsversammlung und die Nominierungsversammlung stattfinden, wird noch bekannt gegeben.

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