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Sonderausstellung in Aichach

15.04.2016

Alte Aufnahmen über Kindheit in der Nachkriegszeit gesucht

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3 Bilder
In der Sonderausstellung "Kindheit in der Nachkriegszeit" mit Fotografien aus der Sammlung von Michael-Andreas Wahle sind im Stadtmuseum unter anderem folgende Aufnahmen zu sehen.
Bild: Sammlung Michael-Andreas Wahle

Das Stadtmuseum zeigt Fotografien aus der Sammlung von Michael-Andreas Wahle. Fotos aus der Region sollen sie ergänzen. Die Bürger sollen ihre Fotoalben öffnen 

Jedes Bild und jedes Kind erzählt eine eigene Geschichte. Aber eines verbindet sie alle: die große Not und Zerstörung nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und die ersten Anfänge des Wiederaufbaus. „Kindheit in der Nachkriegszeit“ ist der Titel der Sonderausstellung, in der das Stadtmuseum Aichach ab Donnerstag, 5. Mai, Fotografien aus der Sammlung von Michael-Andreas Wahle zeigt. Museumsleiter Christoph Lang will die Ausstellung aber noch ergänzen: mit Fotografien aus der Region. Dazu startet Lang einen Aufruf an die Bürger aus dem Wittelsbacher Land.

Die Flüchtlingsproblematik ist heute aktueller denn je. In den Medien ist das Thema präsent und mit ihm die Bilder von Flüchtlingslagern und Kindern. In der Sonderausstellung des Stadtmuseums dreht es sich jedoch um die Zeit 1945 bis 1955, also die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Auf 40 ausgewählten Schweiß-Weiß-Aufnahmen, die Berufsfotografen der Alliierten gemacht haben, ist eindrücklich die Situation der Kinder im Nachkriegsdeutschland illustriert.

Es ist bereits die dritte Ausstellung, die die Stadt in Zusammenarbeit mit Wahle auf die Beine stellt. Persönliches aus dem Leben der Stars hatte Michael-Andreas Wahle aus Hattersheim 2010 für die Ausstellung „Ein Hauch von Hollywood“ im Sisi-Schloss zusammengetragen. Nach Salzburg und Wien war Aichach die dritte Stadt, in der die Ausstellung überhaupt zu sehen war. Für die Ausstellung „Der kleine Prinz“ stellte Wahle 2013 seine Sammlung an Original-Lithografien zu dem berühmten Buch von Antoine de Saint-Exupéry zur Verfügung. 20 Lithografien der Originalzeichnungen waren im Aichacher Rathaus im Großformat zu sehen.

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Nun geht es also um Kindheit in der Nachkriegszeit. Die 40 Aufnahmen, die Wahle dafür aus seiner Sammlung zur Verfügung stellt, zeigen größtenteils Aufnahmen aus zerstörten Städten in Deutschland. Daneben geben Fotografien örtlicher Sammler einen Einblick in die Kindheit im Aichacher Land während der Mitte des 20. Jahrhunderts. Zum Beispiel werden elf Bilder aus der Sammlung von Georg Engelhard zu sehen sein, der auch immer wieder den Aichacher Nachrichten Aufnahmen zur Verfügung stellt.

Den Anteil an regionalen Fotografien möchte Museumsleiter Lang gerne noch aufstocken. Er sucht Fotos, die zum Thema „Kindheit in der Nachkriegszeit“ passen. Ein Thema, das viel Spielraum lässt. Die Bilder könnten zum Beispiel barfüßige Kinder beim Gänsehüten zeigen oder Heimatvertriebene mit Kinderwagen auf der Flucht, beschreibt der Museumsleiter die Bandbreite.

Das Format der Bilder spielt keine Rolle. Das Stadtmuseum werde sie auf eigene Kosten ausdrucken und ausstellen, sagt Lang. Auch nach Beginn der Ausstellung nehme er noch Fotos an und werde sie dann in die laufende Ausstellung integrieren, so der Museumsleiter.

Nach dem großen Erfolg des Kombitickets im vergangenen Jahr wird das Stadtmuseum es auch diesmal wieder anbieten. Besucher des Stadtmuseums können also am gleichen Tag auch die Sonderausstellung im Sisi-Schloss besuchen. Auch seine Öffnungszeiten hat das Stadtmuseum genau wie im Vorjahr verlängert.

Kontakt Wer alte Aufnahmen zum Thema „Kindheit in der Nachkriegszeit – 1945 bis 1955“ beisteuern will, kann sich entweder an die Stadt Aichach (Telefon 08251/902-0) oder an das Stadtmuseum (Telefon 08251/827472) wenden.

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