Newsticker

Drosten warnt: Corona-Lage könnte sich auch in Deutschland zuspitzen
  1. Startseite
  2. Lokales (Aichach)
  3. Alte Gräben brechen wieder auf

10.06.2009

Alte Gräben brechen wieder auf

Petersdorf Im Grunde genommen ging es nur darum, den Bauantrag für die Bauabschnitte eins und zwei beim Gemeindezentrum in Petersdorf zu stellen. Doch dafür brauchte der Gemeinderat von Petersdorf in seiner Sitzung am Montagabend 70 Minuten. In der langen Diskussion waren bei diesem großen Projekt die alten Gräben wieder aufgebrochen.

VON JOHANN EIBL

Meinungsverschiedenheiten waren offenkundig

Ehe vor geraumer Zeit der Grundsatzbeschluss für dieses Vorhaben gefasst werden konnte, waren lang und breit die unterschiedlichen Auffassungen zutage getreten. Speziell der Standort neben dem neuen Friedhof Alsmoos und der Filiale der Raiffeisenbank Aindling stand damals im Mittelpunkt der Kritik. Diesmal wurden die Meinungsverschiedenheiten erneut offenkundig. Richard Brandner hatte zu Beginn gefordert, man sollte bei diesem großen Projekt nach Möglichkeit geschlossen abstimmen; am Ende votierte der 2. Bürgermeister zusammen mit Wolfgang Heißerer, Stephan End und Joseph Mayr gegen die Bauanträge für die Abschnitte eins und zwei. Franz Gschwendtner fehlte entschuldigt, die übrigen acht Mitglieder des Gemeinderats erklärten ihre Zustimmung. Für die Räume, die die Landjugend nutzen wird, steuert die Gemeinde einen Zuschuss von 28 450 Euro bei, beim Roten Kreuz handelt es sich um 17 663. In beiden Fällen trägt die Kommune somit einen Anteil von 15 Prozent. Als es um die Landjugend ging, stimmte die Runde komplett dafür, bei der Abstimmung, die das Rote Kreuz betraf, hoben Heißerer und Mayr die Hand bei Nein.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Das große Gebäude für Gemeinde, Jugend, Rotes Kreuz und Feuerwehren rückt etwas weiter nach Westen als im Bebauungsplan vorgesehen. "In der Richtung haben wir kein Problem", versicherte Bürgermeister Johann Settele, nachdem der davon berichtet hatte, dass der Grundstücksbesitzer im Westen sich dazu bereit erklärt hatte, die erforderlichen Abstandsflächen (2,40 m) zu übernehmen. Die Gesamtkosten werden auf 1,626 Millionen beziffert. Die Landjugend leitstet einen Beitrag von knapp 190 000 Euro, das Rote Kreuz von knapp 118 000. Die Eigenleistung der Landjugend wird auf 89 000 Euro veranschlagt, der Bayerische Jugendring wird 57 000 Euro überweisen, der Landkreis 5000 und weitere 10 000 Euro kommen als Eigenmittel. Das Rote Kreuz erhält vom Kreisverband 30 000 Euro und bringt Eigenmittel von 5000 Euro mit ein.

Ablehnende Haltung zum Ausdruck gebracht

Nach diesen Zahlen setzte die kontroverse Diskussion ein. Wolfgang Heißerer kann sich nicht vorstellen, dass das Rote Kreuz die Stundenzahl wie errechnet leisten kann. Auch Stephan End brachte seine ablehnende Haltung zum Ausdruck: "Viele Dinge, die wir besprochen haben, sind bis zum heutigen Tag nicht so vereinbart, wie wir es bräuchten. Diese Fragen möchte ich geklärt haben." Das soll in nächster Zeit geschehen, beispielsweise geht es um Raumtemperaturen, Verbrauch von Wasser und Strom.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren