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20.10.2009

Am Sonntag jagen die Hunde

Aichach (anst) - Von Reitern in roten Röcken wird am Sonntag, 25. Oktober, das Gelände rund um das Sisi-Schloss in Unterwittelsbach dominiert werden. Zum dritten Mal veranstaltet der Schleppjagdverein von Bayern dort eine Kaiserin-Sisi-Gedächtnisjagd. Der Verein selbst ist auf Gut Koppenzell im Süden der Marktgemeinde Pöttmes zu Hause.

Bürgermeister Klaus Habermann scherzte gestern bei der Vorstellung der Veranstaltung: "Ein Ereignis jagt das nächste." Das Wort "Jagd" ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen. Denn die Jagd ist ein Höhepunkt zum Ende der Ausstellung im Sisi-Schloss. "Wir freuen uns sehr, dass die Veranstaltung wieder stattfindet", so Habermann.

Kaiserin Sisi als begeisterte Jagdreiterin

Sisi selbst war begeisterte Jagdreiterin, was die Stadt Aichach mit dem Verein um die sogenannte Meute aus dem "Wittelsbacher Land" verbindet. Um 13.30 Uhr beginnt das bunte Jagdtreiben quer durch die herbstliche Landschaft rund um das Schloss. In einer geführten Autokolonne können nicht nur Begleitpersonen, sondern auch einige Gäste mitfahren. Gegen 15.30 Uhr will die Jagdgesellschaft wieder zurück in Unterwittelsbach sein. Mit dem Jagdhornsignal Halali endet das außergewöhnliche Spektakel auf der Schlosswiese. Die Hunde - Hauptakteure der Schleppjagd - erhalten anschließend zur Belohnung Rinderpansen.

Am Sonntag jagen die Hunde

Toni Wiedemann, Päsident des Vereins, ist stolz auf die "mit Traditionen eingepflegte Jagd". Er selbst ist schon an die 1000 Jagden geritten. Die meisten davon in Bayern. Für den Sonntag rechnet er mit etwa 30 bis 50 Teilnehmern. Die Jagd, deren Schwierigkeitsgrad als leicht eingestuft wird, soll bei jedem Wetter stattfinden. "Ich würde mich freuen, wenn der eine oder andere aus der Umgebung den Mut hat, teilzunehmen", meint Wiedemann.

Begleitet wird das Spektakel von den Jagdhornbläsern des Bayerischen Parforcehornkreises "Anjagd". Wiedemanns Bestreben ist es, den Sport dorthin zu bringen, wo er herkommt und so geschichtsträchtige Orte und auch den Adel mit einzubinden. So wird dieses Mal eventuell sogar Prinzessin Auguste von Bayern an der Jagd in Unterwittelsbach teilnehmen. Bürgermeister Klaus Habermann zeigt sich vom "Sport mit Kultur" begeistert: "Es ist ein imposantes Bild, das sich einem bietet. Das Ambiente ums Sisi-Schloss macht schon was her."

Hunde folgen einer künstlichen Fährte

Bereits seit 23 Jahren existiert der Schleppjagdverein von Bayern. Die Meute aus dem Wittelsbacher Land unter der Schirmherrschaft von Prinz Luitpold von Bayern hat derzeit einen Bestand von etwa 60 bis 70 Foxhounds. Das Besondere bei der Schleppjagd ist, dass die Hunde einer künstlichen Fährte folgen und kein echtes Wild jagen.

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