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Schule

23.02.2018

An der Grundschule in Adelzhausen wird die Platznot immer größer

An der Adelzhauser Grundschule wird es eng. Deshalb wird unter anderem über einen Anbau nachgedacht.
Bild: Archivfoto: Gerlinde Drexler

Der Schulverband sieht die Zukunft in größeren Klassen und einer anderen Struktur der Zimmer. Prognosen zufolge steigt die Zahl der Schüler massiv.

Vor allem um die räumliche Situation in der Grundschule ging es beim Treffen des Schulverbandes Adelzhausen-Tödtenried. Dabei spielte auch eine Rolle, wie sich der Unterricht in der Zukunft verändern wird. Darüber informierte Schulleiterin Gudrun Daniel die Teilnehmer, zu denen neben den Bürgermeistern der Gemeinden Adelzhausen und Sielenbach, Lorenz Braun und Martin Echter, und ihren jeweiligen Stellvertretern auch einige Lehrkräfte gehörten.

Auf Nachfrage unserer Zeitung informierte Lorenz Braun, Vorsitzender des Schulverbandes, über das Ergebnis. Das Fazit: Die Struktur der Klassenzimmer passt nicht mehr zu den heutigen Unterrichtsmethoden. Statt im Frontalunterricht wird immer mehr in Gruppen gearbeitet. Für den Schulsozialarbeiter muss ein Raum zur Verfügung stehen und auch darüber, wie Integrationskindern untergebracht werden, muss sich der Schulverband der Ecknachtalgemeinden Gedanken machen.

Wie sich die Schülerzahl laut Prognosen entwickelt

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Dazu kommt, dass die Zahl der Grundschüler weiter steigen wird. Von momentan 139 Kindern auf rund 190 Kinder im Schuljahr 2022/23. Eventuell noch mehr, abhängig davon, wie viele junge Familien in die Gemeinde ziehen. Um den aktuellen Platzmangel zu beheben, wurde der Mehrzweckraum in der Schule schon in ein zusätzliches Klassenzimmer umgewandelt.

Die Zahl der Klassen wird sich auch in Zukunft nicht verändern. Es werden immer acht Klassen bleiben, betonte der Vorsitzende Braun. Er geht aber davon aus, dass sich die Zahl der Schüler in den Klassen verändern wird. Von „momentan noch komfortabel mit relativ kleinen Klassen“ hin zu größeren Klassen. Ein Neubau der Schule komme definitiv nicht in Frage, betont der Adelzhausener Bürgermeister. Die Gemeinde wolle an der Planung festhalten, wie sie im Gemeinderat besprochen worden war und ein oder zwei zusätzliche Räume für die Grundschule schaffen.

Bürgermeister: Bestehende Substanz muss reichen

Das könnte zum Beispiel durch das Schließen der Lücke zwischen Schulhaus und Kindergarten möglich sein. Mit dem angestrebten Anbau sollen sowohl die Grundschule als auch der Kindergarten, der ebenfalls aus allen Nähten platzt, neue Räume erhalten. In dem rund 50 Jahre alten Schulhaus in Adelzhausen ist im Laufe der Jahre der Westflügel umgebaut und die Turnhalle angebaut worden. Es sei ein relativ großes Schulhaus mit zwei Aulen, so Braun. Er ist sich sicher: „Aus der bestehenden Substanz muss ein Experte eine Lösung rauskitzeln können.“

Als Hausaufgabe nahmen die Teilnehmer der Sitzung mit, sich über mögliche Ansätze zu informieren. Braun will zum Beispiel beim Landratsamt nachfragen, welche Experten dort beim Thema Schulen herangezogen werden. Auch der Frage, welche Maßnahmen gefördert werden, will er nachgehen. Das Ziel sei es, ein Konzept erstellen zu lassen, um die Grundschule in den nächsten Jahren umzustrukturieren, erklärte der Vorsitzende. In etwa zwei Monaten wollen sich die Teilnehmer erneut zu einem Informationsaustausch treffen. Vorsitzender Braun: „Wir waren uns alle einig, dass wir es nicht schleifen lassen sollen.“

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