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Unfallserie auf der A8

09.03.2013

Anhänger fliegt über die Autobahn - 30-Jähriger in Lebensgefahr

Die A8 war in Richtung München bei der Anschlussstelle Adelzhausen gesperrt. Der Verkehr staute sich auf mehrere Kilometer.
Bild: Ingrid Friedl

Mehrere Unfällen haben die A8 nach München lahmgelegt. Zeitweise war die Autobahn komplett gesperrt. Ein Autofahrer wurde mit dem Rettungshubschrauber nach München geflogen.

Ein Schwerst- und ein Leichtverletzter, mehrere beschädigte Fahrzeuge, hoher Sachschaden und ein Stau von zeitweise über zehn Kilometern Länge: Das sind die Folgen einer ganzen Reihe von Unfällen  auf der A 8 bei Odelzhausen (Kreis Dachau) am Freitagmorgen.

Der Unfall eines Augsburger war der Auslöser

Ausgelöst hatte die Serie der Unfall eines 56-jährigen Autofahrers aus Augsburg. Unterwegs war er mit einem Geländewagen mit Anhänger, auf dem ein Pick-Up geladen war. Er war gestern gegen 8.45 Uhr mit einem Gespann an der Anschlussstelle Odelzhausen auf die A 8 in Richtung Augsburg gefahren. Wie die Polizei berichtet, schlingerte der Anhänger aus bislang ungeklärter Ursache bereits zu diesem Zeitpunkt. Bald danach schaukelte er sich so weit auf, dass das ganze Gespann über die gesamte Fahrbahn schleuderte. Der Geländewagen wurde nach Angaben der Verkehrspolizei Fürstenfeldbruck durch die Fliehkräfte umgerissen. Dabei löste sich der Anhänger und schleuderte mit dem aufgeladenen Pick-Up über die Mittelleitplanke auf die Gegenfahrbahn.

Schwere Folgen hatte der Unfall für einen 30 Jahre alten Augsburger

Ein aus Richtung Stuttgart kommender Mann musste mit seinem Auto ausweichen und prallte in die Leitplanke. Der 37-Jährige aus dem Kreis Erding wurde leicht verletzt. Schwere Folgen hatte der erste Unfall jedoch für einen 30 Jahre alten Augsburger. Er war mit seinem Auto in Richtung München unterwegs und musste dem über die Mittelleitplanke fliegenden Anhänger ausweichen. Der Mann kam dabei mit seinem Fahrzeug nach rechts von der Straße ab, schleuderte auf die Böschung, von dort zurück auf die Autobahn und überschlug sich mit seinem Wagen mehrfach, bis dieser auf dem Dach liegen blieb.

Der Zustand des 30-Jährigen hat sich inzwischen stabilisiert

Dabei wurde der Mann nach Angaben der Polizei schwerst verletzt und mit einem Rettungshubschrauber in eine Münchner Klinik gefolgen. Wie die Polizei auf Anfrage erklärte, war zunächst damit zu rechnen, dass der Mann nicht überlebt. Später habe sich sein Zustand aber etwas stabilisiert. Für die Bergungsarbeiten musste die Autobahn zunächst in beiden Richtungen komplett gesperrt werden. Im dadurch entstandenen Stau ereignete sich eine Reihe von Auffahrunfällen. Dabei gab es nach Informationen der Polizei aber keine größeren Personen- und Sachschäden.

Um die Ursache zu klären, wurde ein Gutachter an die Unfallstelle gerufen. Den entstandenen Schaden schätzt die Polizei auf rund 80.000 Euro. Der Verkehr wurde an der Anschlussstelle Adelzhausen abgeleitet, er staute sich laut Polizei zeitweise auf einer Länge von über zehn Kilometern.

Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Adelzhausen und Dasing sowie aus Odelzhausen, Sulzemoos, Wiedenzhausen und Geding aus dem Landkreis Dachau mit etwa 35 Kräften, sowie Rettungsdienst und Polizei. Der Brandinspektor des Kreisfeuerwehrverbands Dachau, Paul Steier, sagte unserer Zeitung, dass es auch für ihn und seine Kameraden bei Weitem kein alltäglicher Einsatz war: „Das sieht man nicht alle Tage.“

Autofahrer bildeten keine Rettungsgasse

Ärgerlich für die Helfer war nach seinen Worten, dass die Autofahrer keine Rettungsgasse bildeten und so das Vorankommen der Einsatzfahrzeuge erschwerten. Zudem berichtet die Polizei, dass Schaulustige die Bergungsarbeiten behinderten und für zusätzliche Staus sorgten. Denn viele von ihnen filmten und fotografierten den Unfall mit ihren Handys und fuhren dafür sogar langsamer, schildern die Beamten.

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