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Volontariat

19.04.2019

Arbeiten als Journalist: Jeder Tag ein Abenteuer

Den Finger am Abzug: Volontärin Leonie Küthmann ist auf diesem Foto hoch konzentriert beim Selbstversuch am Schießstand zu sehen.
Bild: Foto: Hans Hampp

Kanzleramt, Bauernhof, Polizei: Im Blog Heimatfieber erzählen die Volontäre der Günter-Holland-Journalistenschule, warum es in diesem Job nie langweilig wird.

Veronika besucht Schweine, Franziska spricht mit Markus Söder und Jonathan fliegt. Was sich in Summe verrückt anhört, spielt sich genau so auf Heimatfieber ab. Auf unserem Blog erzählen wir, die Volontäre der Günter-Holland- Journalistenschule, was wir täglich in unserer zweijährigen Ausbildung zum Redakteur bei der Augsburger Allgemeinen und ihren dazugehörigen Heimatzeitungen, wie etwa den Aichacher Nachrichten und der Friedberger Allgemeinen, erleben.

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Anfangs viel Nervosität, dann bald noch viel mehr Spaß

Wie wir zum Beispiel ganz am Anfang der Ausbildung den siebenwöchigen Einführungskurs meisterten, der uns auf die Zeit als Journalisten bei der Augsburger Allgemeinen vorbereitete: viel Nervosität zu Beginn, viele Diskussionen. Und sobald man sich besser kannte: viel üben und vor allem viel Spaß.

Vier Themengebiete gibt es auf unserem Blog: Während der Einführungskurs noch unter „Fliegendes Klassenzimmer“ lief, füllte sich die Website im Laufe des ersten Jahres mehr und mehr mit Berichten aus der Kategorie „Jeden Tag ein Abenteuer“: Denn jeder Volontär verbringt die ersten knapp elf Monate in einer Lokalredaktion der Augsburger Allgemeinen.

Arbeiten als Journalist: Jeder Tag ein Abenteuer

Vor den Türen der Lokalredaktion warten oft die besten Geschichten

Genau dort, direkt vor den Türen der Lokalredaktionen, warten oft die besten Geschichten und tollsten Erlebnisse auf uns: Armbrustschießen im Selbstversuch, ein hitziges Redaktionsgespräch mit Kommunalpolitikerinnen über Frauen in der Politik und der Besuch des Torwarts des FC Bayern München, Manuel Neuer, bei einem Fanklub.

Über solche und andere Abenteuer berichten wir für unsere Lokalausgaben, filmen oder fotografieren und geben unser Bestes, damit unsere Leser genau informiert sind. Vieles ist neu und ungewohnt für uns – aber das soll man im Zeitungsartikel nicht merken. Da kommt so ein Blogbeitrag manchmal gerade recht, um das Thema noch einmal aus der eigenen Perspektive zu erzählen und einen Blick hinter die Kulissen zu gewähren. Also entstanden persönlich geprägte Blogbeiträge von einer Bombenentschärfung in Neu-Ulm, von Verhandlungen am Augsburger Amtsgericht und vom Mindelheimer Frundsbergfest. Ja, es gab jeden Tag ein Abenteuer.

Volontäre bilden sich regelmäßig auf Seminaren weiter

Damit wir Volontäre diese Geschichten auch entsprechend erzählen können, bilden wir uns regelmäßig auf Seminaren weiter, um unseren Blick für die Gesellschaft zu schulen und unseren Schreibstil zu verbessern. Vom Besuch auf dem Bio-Bauernhof, in einem Gericht, in der Handwerkskammer, bei der Bereitschaftspolizei bis hin zum Kanzleramt in Berlin war alles dabei.

Klar, dass das in die Kategorie „Fliegendes Klassenzimmer“ musste: Beiträge aus dem Niedrigseilgarten, wo wir am eigenen Körper erfahren durften, wie Jugendarbeit heutzutage abläuft. Beiträge aus dem ehemaligen Stasi-Gefängnis in Berlin, wo der ein oder andere noch einmal sein Wissen über die DDR auffrischte. Beiträge vom TechCamp in Tutzing am Starnberger See, wo drei von uns gelernt haben, wie man Fake News im Internet aufdeckt.

Nach elf Monaten in der Lokalredaktion geht es in die Zentrale

Nach elf spannenden Monaten im Lokalen ging es zurück in die Zentrale der Augsburger Allgemeinen in Augsburg. Hier wechseln wir jeden Monat das Ressort, damit wir themenmäßig so breit wie möglich aufgestellt sind. Egal, ob in den Ressorts Politik, Wirtschaft oder Sport, egal ob im Print, online oder auf Social Media – wir schreiben Kommentare, Reportagen und Porträts, legen Bildergalerien und ganze Zeitungsseiten an, drehen Videos – und fotografieren. Dass Fotografieren nicht gleich Fotografieren ist, sondern eine Kunst für sich, das musste dann ebenso in einem Blogbeitrag verarbeitet werden, wie das Erlebnis des ersten Eishockeyspiels als Sport-Volontärin.

Ja, uns bewegt viel: der Abschied von unseren Lokalredaktionen, die Zukunft des Journalismus und manchmal nur der Nachmittagskaffee – wir erzählen alles auf unserem Blog Heimatfieber in der Kategorie „Alles, was uns bewegt“.

Nach der Arbeit tauschen sich die Volos beim Grillen oder Joggen aus

Und wenn wir es nicht schaffen, all diese Dinge, die uns so sehr bewegen, während der Arbeitszeit zu besprechen, tun wir es eben danach und tauschen diese Erlebnisse in der Kategorie „Nach Redaktionsschluss“ aus: gemeinsames Grillen, Skifahren, Plätzchenbacken, Laufengehen und in der Stadt etwas trinken.

Denn irgendwie sind aus Volo-Kollegen Freunde geworden, denen man auch nach Redaktionsschluss erzählt, an welchem Text man sich die Zähne ausgebissen hat, wie toll das Interview mit dem Cyberkriminologen und wie spannend das Seminar bei der Akademie der Bayerischen Presse war. Langweilig wird es nie.

Lest dazu auch den Kommentar: Lokaljournalist - der schönste Beruf der Welt

Wenn ihr mehr über unseren Alltag erfahren wollt, schaut doch auf unserem Blog vorbei.

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