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Pöttmes

08.12.2020

Archäologische Funde verzögern Ausbau der Straße Pöttmes-Kühnhausen

So schlängelte sich bislang die Straße von Pöttmes nach Kühnhausen. Sie wird seit September ausgebaut. Entlang der ausgebauten Staatsstraße wird ein Radweg entstehen.
Bild: Johann Eibl (Archivfoto)

Plus Seit September laufen zwischen Pöttmes und Kühnhausen die Arbeiten zum Ausbau der Staatsstraße und zum Bau eines Radwegs. Allerdings werden Archäologen fündig.

Insgesamt 4,5 Millionen Euro soll der Ausbau der Staatsstraße 2045 zwischen Pöttmes und Kühnhausen kosten. So hieß es beim offiziellen Baubeginn Mitte September. Doch dann entdeckten Archäologen nach eigener Einschätzung die Überreste einer Keltensiedlung. Das hatte und hat Folgen für die Bauarbeiten.

Die Staatsstraße 2045 wird zwischen Pöttmes und Kühnhausen auf sieben Meter Breite ausgebaut und streckenweise verlegt. Südlich davon entsteht ein zweieinhalb Meter breiter Geh- und Radweg.

Seit Mitte September laufen vor Ort auch archäologische Untersuchungen. Sie brachten nach bisheriger Auffassung der Archäologen Überreste einer Keltensiedlung aus der Zeit um 500 bis 100 vor Christus hervor. Wie Bürgermeister Mirko Ketz im Marktgemeinderat mitteilte, legten die Fachleute bislang über 300 Einzelfunde frei. Ihre Arbeit ist mühsam - unter anderem, weil die Funde tiefer liegen als erwartet und ab mittlerer Aushubtiefe in einem sehr festen, kompakten Tertiärlehm liegen.

Ausbau der Straße Pöttmes-Kühnhausen verzögerte sich um fünf Wochen

Während sich die Archäologen über die Funde freuen, wirken sich diese gleich in mehrerer Hinsicht auf die Bauarbeiten aus. In der Sitzungsvorlage des Gemeinderats war zu lesen, dass die Bauarbeiten erheblich beeinträchtigt worden seien. Derzeit werde die Bauverzögerung auf circa fünf Wochen geschätzt. Außerdem werde es zu Mehrkosten kommen, die allerdings noch nicht zu beziffern seien.

Weitere Verzögerungen und Mehrkosten entstanden durch eine Wasserhaltung für den Bau einer Stützmauer, die für den Geh- und Radweg unter der bestehenden Brücke nötig war. In den nächsten Wochen werden sich die weiteren Arbeiten auf die Errichtung der Stützmauer konzentrieren.

Staatsstraße wird am 11. Dezember über den Winter für Verkehr freigegeben

Trotz aller Probleme gab das Staatliche Bauamt Augsburg am 6. November die Kreuzung zwischen den Staatsstraßen 2035 und 2045 im Westen von Pöttmes wieder für den Verkehr frei. Im Lauf des Freitags, 11. Dezember, soll auch die Staatsstraße 2045 für den Verkehr freigegeben werden - pünktlich zum Start des Winterfahrplans des AVV. Während des Winters wird die Vollsperrung der Straße aufgehoben. Im nächsten Jahr stehen der Um- und Ausbau an der restlichen Strecke bis zum Ortseingang von Kühnhausen an.

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