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Natur

09.02.2019

Artenvielfalt: Es tut sich etwas entlang der Ecknach

Einer von vielen Gräben zwischen Tödtenried und Sielenbach, an dem sich wieder mehr Blumen und Insekten ansiedeln. Archivfoto: Alice Lauria

Bayernnetz bringt das Projekt Ecknachtal weiter voran. Wasserwirtschaftsamt stellt Entwicklungskonzept vor

Maximilian Wolf vom Wasserwirtschaftsamt in Donauwörth hat das Entwicklungskonzept für die Ecknach bei der Arbeitskreissitzung von Bayernnetz Natur vorgestellt. Bürgermeister und Vertreter von Behörden und Vereinen waren gekommen. Sie alle haben sich das Projekt Ecknachtal auf die Fahnen geschrieben. Am Dienstag will das Wasserwirtschaftsamt die Einzelheiten des Konzeptes mit Anliegern und Betroffenen besprechen. Grundlage für diese Arbeit des Wasserwirtschaftsamtes ist die Wasserrahmenrichtlinie, die vorgibt, dass die Ecknach in einen guten ökologischen Zustand gebracht werden muss.

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Auch andere haben im vergangenen Jahr an diesem Ziel gearbeitet. Der Landschaftspflegeverband hat im Ecknachtal an verschiedenen Stellen gearbeitet. Auf den Flächen des Bund Naturschutz bei Tödtenried (Sielenbach) wurden im Herbst weitere Gräben nachgestaltet. Sie wurden von Gehölzaufwuchs befreit, Durchlässe wurden wiederhergestellt und Konturen korrigiert. Es wird mit weiteren drei Jahren gerechnet, die nötig sein werden, um die ganze Fläche zu bearbeiten.

Im August hat der Landschaftspflegeverband eine Ausgleichsmaßnahme der Schlossgemeinschaft in Blumenthal vorgenommen: Eine wechselfeuchte Mulde auf der Ostseite des Flusses ist nun umgeben von einer Mähwiese. Im Biotop gegenüber von Maria Birnbaum bei Sielenbach wurde im November der erste von zwei Tümpeln wieder hergestellt. Der Zweite soll in diesem Jahr folgen. Außerdem waren viele Mäh- und Pflegearbeiten auf den Flächen des Landkreises nötig und auch auf Flächen der Gemeinden.

2019 will der Landschaftspflegeverband weitere Gräben bei Tödtenried bearbeiten, Maßnahmen für die Uferschwalben an der Sandgrube in Klingen voranbringen und Flächen ansäen. Für das Vorhaben der Gemeinde Adelzhausen „Erlebnis Ecknach“ sind die Mittel inzwischen bewilligt, die Ausschreibung läuft. Bei Heretshausen wurde die Ecknach geräumt, weil sie hier offenbar besonders schnell verschlammt. Erst vor zwei Jahren hatte es dort eine solche Aktion gegeben. Die Gemeinde hat den Heretshauser Bach auf etwa 800 Metern geräumt. Etwa 200 Meter bis zum Weiher am Talende im Westen fehlen noch. Bei dieser Räumung wurde das steilere Ufer kaum berührt, das flachere Ufer behutsam wieder hergestellt, hieß es. Etwas langsamer als geplant geht es mit der Kartierung der Arten im Ecknachtal voran. Erst 2020 ist ein Überblick über die Artenvorkommen geplant, wie Angela Rieblinger vom Landschaftspflegverband erklärte. Koordinatorin Hildegard Wessel berichtete, dass die Blühflächen, die der Bayerische Bauernverband initiiert hatte und für die er auch die Samen ausgibt, gut angenommen werden würden. Diskutiert wurde auch das Thema Gülleausbringung in der Nähe von Gewässern. Dabei ging es um die Frage, wann die Gülle zu dicht am Wasser ausgebracht wurde. Der Arbeitskreis setzt auf den Dialog mit den Landwirten. Ein Miteinander, so waren sich die Beteiligten einig, wäre der richtige Weg, um Missstände zu beseitigen, hieß es. (kabe)

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