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Sielenbach

22.09.2019

Auch einer Französin steht ein Dirndl

Französin St Fraimbault Sielenbach
2 Bilder
Alice Parou (Mitte) in bayerischer Tracht mit ihrem Freund Adrien und Eva Brunner, der jüngeren Tochter aus ihrer Sielenbacher Gastfamilie.
Bild: Alice Lauria

Alice Parou verbringt drei Monate in Sielenbach. Sie macht ein Praktikum in einer Bäckerei, genießt ihre Gastfamilie und sommerliche Feste. Wie es ihr in Bayern gefällt

Seit 27 Jahren verbindet Sielenbach und St. Fraimbault in Frankreich bekanntermaßen eine besondere Freundschaft. Hieraus sind während der Jahre bereits zahlreiche langjährige Bekanntschaften und Gastaufenthalte hervorgegangen. So kam am 1. Juli die 20-jährige Alice Parou zur Sielenbacher Familie von Hermann und Sonja Brunner. Nach fast drei Monaten hieß es nun wieder Abschiednehmen.

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Christa Ankner-Morice kontaktierte die Mitglieder des Partnerschaftskomitees kurzerhand, nachdem sie erfahren hatte, dass die junge Französin, deren Freund aus St. Fraimbault stammt, ein Praktikum in Deutschland machen möchte. Die Brunners stellten sich als Gastfamilie zur Verfügung. Nachdem sie selbst zwei Töchter in ähnlichem Alter wie Alice haben, Eva, 20, und Sarah, 22, fühlte sich die Französin sofort herzlich aufgenommen.

Sie muss mehrere Auslandspraktika machen

Alice Parou studiert in Angers, ungefähr zwei Autostunden entfernt von St. Fraimbault, Agraringenieur für Lebensmittel. Während ihres fünfjährigen Studiums muss die junge Frau mehrere Auslandspraktika – möglichst in lebensmittelerzeugenden Betrieben – absolvieren. Hierfür fiel Christa Ankner-Morice sofort eine passende Lösung ein: Rainer Scharold von der Bäckerei Scharold in Derching (Stadt Friedberg), der selbst aktives Mitglied in der Städtepartnerschaft zwischen Friedberg und Bressuire in Frankreich ist.

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Gemeinsam mit Scharold konnte Alice auch spannende Eindrücke vom Aichacher Stadtfest mitnehmen. Sogar ein passendes Gewand wurde ihr für diese Gelegenheit geliehen. Überhaupt fiel der Französin in Bayern auf, dass „es sehr viele Feste und Aktivitäten im Sommer gibt“. Sie genoss es sehr, mit den beiden Töchtern der Familie Brunner das Wittelsbacher Land zu erkunden. Auf das Dachauer Volksfest ging es sogar ganz traditionell im Dirndl.

Die Verständigung fällt ihr nicht schwer

Die sprachliche Verständigung fiel ihr nach sieben Jahren Schuldeutsch nicht allzu schwer. „Meine deutsche Sprache hat sich hier in Sielenbach aber noch stark verbessert“, stellte Parou zufrieden fest. Im nächsten Jahr muss sie in einem Deutschtest des Goethe-Institutes ihr Können unter Beweis stellen.

Die ersten Wochen in Bayern hatte sie ihr Freund Adrien Queguineur aus St. Fraimbault begleitet. Dem Abschied am Freitag sah Alice Parou allerdings mit gemischten Gefühlen entgegen. Einerseits freute sie sich sehr auf ihre Familie und Freunde daheim in Frankreich, andererseits war ihr bewusst, dass ihr ihre Gastfamilie und viele schöne Eindrücke aus Sielenbach und Umgebung sehr fehlen werden.

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