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Bewährungsstrafe

27.03.2009

Augsburger rastet in Disco aus

Zu viel Alkohol, niedrige Hemmschwelle und ein Filmriss - ein Augsburger ist in der Disco ausgerastet.

Aichach (nas) - Zu viel Alkohol, eine niedrige Hemmschwelle und ein Filmriss - diese drei Faktoren brachten einen 24-jährigen Augsburger auf die Anklagebank des Aichacher Amtsgerichts.

Er war der gefährlichen Körperverletzung beschuldigt, weil er im August vergangenen Jahres einen Aichacher (31) geschlagen haben soll. Schließlich wurde ihm eine Bewährungsstrafe von vier Monaten auferlegt, zudem muss er 300 Euro Schmerzensgeld an sein Opfer und 300 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen.

Anlass für die Verhandlung war ein feuchtfröhlicher Abend im August 2008, der irgendwann aus dem Ruder gelaufen war: Der Augsburger gab vor Gericht an, erst mit einem Freund das Friedberger Volksfest besucht zu haben, anschließend seien sie gemeinsam in eine Aichacher Diskothek gegangen. Dort kam es dann laut Anklage zu dem Übergriff: Der Augsburger soll dem Aichacher mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.

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Der Angeklagte räumte den Vorwurf vor Gericht ein und entschuldigte sich dafür. Er habe an diesem Abend viel mehr getrunken als üblich und sei dadurch nicht mehr bei Sinnen gewesen, sagte er aus.

Aufgeplatzte Lippe und Prellungen am Kopf

Das bestätigte auch ein Polizist, der den Angeklagten seinerzeit vor Ort vernommen hatte und der nun als Zeuge geladen war. "Wir mussten ihm alles dreimal sagen, bevor er verstanden hatte, was wir von ihm wollten", sagte er. Auch das Opfer, das durch den Schlag eine aufgeplatzte Lippe und Prellungen im Gesicht davongetragen hatte, sagte aus, dass der Angeklagte nicht bei sich war: "Er hat mir ohne Vorwarnung ins Gesicht geschlagen. Wir hatten davor nicht mal miteinander geredet und kannten uns nicht."

Vor Gericht zeigte sich der Angeklagte nun einsichtig und entschuldigte sich bei seinem Opfer.

Das überzeugte Staatsanwältin Angelika Fuchs-Spengler, trotz der sechs Vorstrafen des Angeklagten. Bei zweien von ihnen war es ebenfalls um Körperverletzung gegangen. Die Staatsanwältin wertete sein Geständnis und die Entschuldigung positiv, machte aber auch deutlich, dass es so nicht weitergehen könne. Die einschlägigen Vorstrafen sprächen ebenfalls für sich. "Sie müssen sich ändern", forderte sie den Angeklagten mit Nachdruck auf.

Richterin Nadine Grimm verurteilte den 24-Jährigen schließlich zu einer Freiheitsstrafe von vier Monaten, die auf Bewährung ausgesetzt wurde. In den kommenden drei Jahren darf er sich nun nichts zuschulden kommen lassen. Zudem muss er 300 Euro an das Bayerische Rote Kreuz sowie 300 Schmerzensgeld an sein Opfer zahlen.

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