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Gemeinderat I

14.09.2019

Aus der alten Backstube wird eine Wohnung

Hollenbacher Gremium hat nichts gegen die Umbaupläne an der Hauptstraße einzuwenden. Warum der Rat dieses Mal Verstärkung von zwei jungen Nachwuchspolitikern bekommen hat

Die Liste der Bauvorhaben war lang. Die Anfragen hatten sich während der Sommerpause des Hollenbacher Gemeinderates angesammelt und lagen dem Gremium am Donnerstagabend in der Sitzung zur Entscheidung vor. Dafür bekam der Gemeinderat dieses Mal sogar Verstärkung. Die beiden noch sehr jungen Stadträte Laura und Ludwig durften im Rahmen des Ferienprojektes Ministadt Hopeln zwar nicht mit abstimmen, aber einmal mit am Ratstisch sitzen. Anders als die anderen Ratsmitglieder hatten sie sogar die Erlaubnis, die Sitzung frühzeitig wieder zu verlassen, damit sie am Freitagmorgen wieder ausgeschlafen zur Schule gehen konnten.

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Laura und Ludwig bekamen, wie alle Gemeinderäte, zunächst die Einbeziehungssatzung „Hollenbach, westlich Greppenfeld“ vorgelegt. Hier wollen zwei Frauen ein Wohnhaus mit einer Praxis für Ergotherapie errichten. Planerin Katrin Mohrenweis arbeitete die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange ab. Dabei ging sie zunächst auf die rein formellen Wünsche der Bauleitplanung ein. Wie vom Kreisbaumeister vorgeschlagen, legte der Rat zudem einstimmig fest, dass bei zweigeschossigen Gebäuden auf diesem Grundstück nur ein Satteldach oder ein versetztes Pultdach infrage kommen. Für die Garage und den eingeschossigen Anbau gilt das aber nicht. Sie Satzung wurde einstimmig beschlossen.

Die zweite Einbeziehungssatzung „Mainbach, östlich der Dorfstraße“ wurde einstimmig zurückgestellt. Hier soll ein Wohnhaus neben einem Baustofflager gebaut werden. Beim Durchsehen der Unterlagen kam der Immissionsschutz im Landratsamt zu der Erkenntnis, dass es ihm nicht möglich sei, eine Stellungnahme abzugeben, weil schlicht keine Unterlagen vorliegen. Genehmigt ist hier offenbar ein landwirtschaftlich genutztes Gebäude. Zunächst müsse der Istzustand der beiden Grundstücke in Mainbach vom Immissionsschutz bewertet werden, hieß es in der Sitzung. Möglicherweise sind Gutachten erforderlich. Die könnten die Voraussetzungen für die Einbeziehungssatzung verändern. Die beiden benachbarten Grundstücke beeinflussen sich: Handelt es sich um ein Wohnhaus oder ein Betriebsleiterhaus, das dort errichtet werden soll? Der Betriebsumfang des Baustoffgeschäfts könnte wiederum die Pläne für das Wohnhaus beeinflussen. Erst wenn diese Fragen geklärt sind, soll die Einbeziehungssatzung erneut im Gemeinderat besprochen werden.

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Außerdem wird eine Ortsrandsatzung für ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage im Kapellenweg in Hollenbach aufgestellt. Wie Bürgermeister Franz Xaver Ziegler berichtete, war diesem Antrag bereits eine einstündige Diskussion im Landratsamt vorausgegangen, in der entschieden wurde, dass das geplante Wohnhaus zwar an einer Stelle entsteht, an der jetzt ein altes landwirtschaftliches Gebäude abgerissen werden soll, dass es aber dennoch im Außenbereich liegt. Somit wurde eine Ortsrandsatzung nötig. Sie kostet den Bauherren grundsätzlich zusätzliches Geld. Die alte Backstube und Lagerräume der ehemaligen Bäckerei Kulzinger in der Hauptstraße in Hollenbach werden umgebaut und als Wohnraum genutzt. Dagegen hatten die Gemeinderatsmitglieder nichts einzuwenden. Die Räume der Bäckerei Scharold bleiben davon unberührt, wie es hieß.

Gebaut wird unter anderem auch im Oberen Siedlungsweg im Ortsteil Motzenhofen, wo ein Einfamilienhaus mit Garagen und Stellplatz geplant ist und in Hollenbach, wo ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage entsteht. Am Bruchfeld in Igenhausen ist eine große Garage geplant.

Außerdem hat der Hollenbacher Gemeinderat mit Hauptamtsleiter Richard Baur einen Wahlleiter für die Kommunalwahl im Frühjahr 2020 berufen. Stellvertreter ist Paul Pfundmeier. (kabe)

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