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Ausflugstipp Aichach-Friedberg

09.09.2020

Ausflugstipp: Warum die Künstlerin Maria Breuer den Paartalpark empfiehlt

Die Künstlerin Maria Breuer mag den Paartalpark in Aichach-Nord. Deshalb hat sie ihn als Ausflugstipp ausgesucht.
Bild: Edigna Menhard

Plus In unserer Serie entdecken wir Ausflugstipps im Wittelsbacher Land. Die Aichacher Künstlerin Maria Breuer nimmt uns mit in den Paartalpark Aichach-Nord.

Maria Breuer möchte, dass Menschen Kunst anschauen und sich mit dieser beschäftigen. Wenn Bildhauer-Skulpturen dann auch noch mitten in der Natur stehen, dann ist das für sie perfekt. Deshalb hat die Künstlerin für die Serie „Prominente geben Ausflugstipps“ den Paartalpark Aichach-Nord vorgeschlagen. Als Maria Breuer vor 35 Jahren nach Aichach gezogen war, fand sie es schade, dass es keinen Zugang zur Paar gab. „Ich habe den Fluss vermisst“, erinnert sie sich. Jetzt ist das anders: Was der Paartalpark zu bieten hat.

Umso mehr freut es die Künstlerin, dass die Stadt mittlerweile das Areal an dem Gewässer für Spaziergänger und Fahrradfahrer geöffnet habe. Zudem kann das Naherholungsgebiet noch mit einem besonderen Clou aufwarten: Dort lassen sich imposante Metallskulpturen bewundern, die bei internationalen Bildhauer-Symposien in den 1990er-Jahren in Aichach ausgestellt wurden.

Der Paartalpark Aichach-Nord ist "Areal für Kunst und Natur"

Maria Breuer ist gerne hier: „Es ist einfach ein schöner Ort mitten in der Stadt, ein herrliches Areal für Kunst und Natur.“ Als Zugang zur Strecke empfiehlt sie entweder den Schneitbacher Weg, gleich nach dem Aichacher Ortsende oder die Franz-Beck-Straße Richtung Beckmühle. Ein bis eineinhalb Stunden könne man hier „lustwandeln oder lustradeln“, schätzt sie.

Die Strecke ist für jedermann geeignet, für Jung und Alt. „Als Künstlerin möchte ich natürlich auch, dass sich die Menschen die Kunst anschauen und sich mit ihr auseinandersetzen“, fügt sie hinzu. Die abstrakten Skulpturen sind allerdings sicherlich nicht für jeden einfach zu deuten wie etwa das Kunstwerk „Innen und außen in Rot“ von Anton Wagner oder die „Entfremdung“ von Lars Ulrich Schnackenberg. Dann muss man diese wirken lassen – dazu sind etwas Zeit und Ruhe notwendig.

Maria Breuer stellt den Paartalweg vor.
Video: Edigna Menhard

Der Park ist der richtige Platz dafür, denn es ist beschaulich dort. Einige Kinder spielen kichernd an der Paar, tauchen die Füße ins Wasser. „Dieses Gelände hier ist so groß, dass sich die Menschen nicht drängen müssen“, in Zeiten von Corona ist das Maria Breuer wichtig. Mit diesem Thema hat sich die Künstlerin gerade intensiv auseinandergesetzt. Sie erzählt, dass sie der Lockdown eingebremst und zum Nachdenken gezwungen habe. „Anfangs habe ich lauter Banalitäten erledigt. Irgendwann habe ich an mir gezweifelt, ob ich überhaupt noch in der Lage bin, irgendetwas künstlerisch auszudrücken. Und auf einmal kam der Funke“, erzählt sie.

Corona-Lockdown: Il Decamerone inspiriert Maria Breuer

Sie habe einen Artikel über „Il Decamerone“ gelesen. Die Novelle erzählt davon, wie sich zur Zeit der Renaissance eine Florenzer Gruppe vor der Pest aufs Land flüchtet und mit Geschichten gegenseitig unterhält. Das hat Maria Breuer zu einem eigenen Werk mit zehn Bildtafeln inspiriert, dem sie den Namen „Decamerone“ 2020 gegeben hat. Ihr Werk sei abstrakt, sodass für den Betrachter Raum bleibt, sich selbst gedanklich hineinzudenken und sich dann seine eigenen Vorstellungen zu machen über die Krise und wie es weitergeht.

In der Corona-Krise habe sich die Natur erholt

Denn es müsste so viel neu gedacht werden – gesellschaftlich, politisch, wirtschaftlich – und vor allem müsse schnell gehandelt werden. Allerdings sieht sie die Corona-Krise auch positiv, wie sie beim Spaziergang durch das Paartal schildert. Denn sie bemerke, wie sich die Natur erholt habe. Sie zeigt auf den Himmel: Der sei nun viel blauer, weil derzeit weniger Flugzeuge unterwegs seien.

Lesen Sie dazu auch folgende weitere Beiträge unserer Serie:

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