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Aktion

21.12.2016

Auszubildende engagieren sich im Wittelsbacher Land gegen Blutkrebs

Die beiden Auszubildenden der Raiffeisenbank Kissing-Mering Martin Wiedemann (links) und Lukas Faber (rechts) reichen Vorstand Stefan Ludwig und Ausbildungsleiterin Pia Bradl die Stäbchen für den Wangenabstrich.
Foto: Heike John

Lehrlinge der Raiba Kissing-Mering starten eine Betriebstypisierung in den Geschäftsstellen der Bank im Landkreis Aichach-Friedberg.

Auch bei seinem Chef, Vorstand Stefan Ludwig, nahm Martin Wiedemann, Azubi der Raiffeisenbank Kissing-Mering, einen Wangenabstrich vor. Mit dem Verteilen der Wattestäbchen in der Vorstandsetage begann die von den Auszubildenden initiierte DKMS-Typisierungsaktion. Die Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, für jeden Blutkrebspatienten einen passenden Spender zu finden.

Die fünf Azubis führen ihr Projekt in allen sieben Geschäftsstellen durch. Knapp 50 Mitarbeiter konnten die engagierten Banklehrlinge dazu motivieren, sich als potenzielle Knochenmark- und Stammzellspender in der anonymen Spenderdatei aufnehmen zu lassen. Damit geben sie Blutkrebspatienten weltweit eine zweite Chance zum Leben. „Das ist ein grandioser Erfolg“, freut sich Azubi Lukas Faber. „Die durchschnittliche Teilnehmeranzahl bei einer Betriebstypisierung liegt aufgrund von Altersbegrenzung, Einschränkungen gesundheitlicher Natur oder schon vorliegender Registrierung bei höchstens zehn bis 15 Prozent und wir haben diesen Wert mit 44 Prozent bei Weitem übertroffen.“

Diesjähriges Azubi-Projekt

Dass die Betriebstypisierung so große Resonanz fand, ist dem Engagement der Auszubildenden zu verdanken. Es handelt sich bei der Aktion um ihr diesjähriges Azubi-Projekt. Jedes Jahr suchen sich die Lehrlinge ein anderes Thema aus, an dem sie lernen, viele Entwicklungsschritte von der Planung bis zur Realisierung umzusetzen. Themen in den vergangenen Jahren waren unter anderem ein soziales Projekt, bei dem Kindern im Kindergarten das Thema Geld nähergebracht wurde, eine Umfrage zum Thema spezifische Bankkleidung oder auch die Durchführung einer Kennenlernveranstaltung für Azubis und ihre Eltern.

Auf die Idee zur Betriebstypisierung kamen die jungen Banklehrlinge durch eine solche Aktion in ihrer Berufsschule in Augsburg Ende letztens Jahres. In der Raiffeisenbank stießen sie mit ihrem Vorschlag auf offene Ohren, denn viele Bankmitarbeiter waren dem Thema Stammzellspende schon lange zugetan und warteten nur auf eine passende Gelegenheit. Diese gaben ihnen die fünf Auszubildenden, zu denen neben den beiden Genannten auch Sophie Niklasch, Lena Müller und Laura Ludwig gehören.

Viel Herzblut bewiesen

„Die fünf haben mit viel Herzblut ihr Anliegen beworben“, lobte der Vorstandsvorsitzende Peter Burnhauser das Engagement des Banknachwuchses. Auch Pia Bradl, die im Laufe des Jahres vom jetzigen Vorstand Stefan Ludwig die Betreuung der Azubis übernommen hat, zeigte sich begeistert von der Umsetzung des Projekts durch ihre Schützlinge. Sie nahmen zur DKMS Kontakt auf, beschafften Informationsmaterial wie Flyer und ein Video, informierten alle Mitarbeiter über ihr Vorhaben und bestellten anhand der Meldungen die gewünschte Anzahl an Wattestäbchen.

Da nur bei öffentlichen Typisierungsaktionen eine zuständige Person der DKMS mit dabei ist, sind die Azubis bei ihrer Betriebstypisierung auf sich gestellt. Das Engagement ihrer Azubis unterstützt die Raiffeisenbank auch dadurch, dass sie die Kosten von 40 Euro je Typisierung übernimmt.

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