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Straßenbau

16.08.2018

B300 bei Dasing ist fertig – aber nur fast

Sieht nur fertig aus, ist es aber noch nicht: die linke Fahrspur, die Richtung Dasing führt.
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Sieht nur fertig aus, ist es aber noch nicht: die linke Fahrspur, die Richtung Dasing führt.
Bild: Erich Echter

Die letzte Etappe beim vierspurigen Ausbau zwischen Aichach und Dasing ist schon asphaltiert. Freigegeben wird die Spur aber nicht. Dafür gibt es eine Erklärung.

Schon seit einigen Wochen sieht sie fertig aus: die letzte Etappe beim vierspurigen Ausbau der B300 zwischen Dasing und Aichach. Unter Autofahrern kommt deshalb immer wieder die Frage auf: Warum denn bloß dürfen sie den letzten, noch gesperrten Kilometer bis zur Autobahnauffahrt nach Augsburg nicht benutzen?

Das hat seine Gründe, betont Alfred Schmid, Sachgebietsleiter beim Staatlichen Bauamt Augsburg. Er kennt das Problem: „Optisch ist die Straße da, dass da noch einiges gemacht werden muss, sehen die Leute nicht.“ Dabei ist klar: Das 28 Millionen Euro teure Großprojekt, das im Herbst 2014 startete, liegt bestens im Zeitplan. Ziel war damals eine Eröffnung im Herbst 2018. Freigegeben wird die Bundesstraße, so viel verrät Alfred Schmid bereits, voraussichtlich am 21. September.

Doch was passiert bis dahin noch? An der Ferien- und Urlaubszeit jedenfalls liege es nicht, dass das letzte Stück noch nicht fertig sei, versichert Schmid. Pause gemacht worden sei nicht. Stattdessen werde immer gearbeitet, wenngleich das nicht mehr so auffällt wie zuvor. Schließlich handelt es sich im Moment mehr um kosmetische Korrekturen.

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Zur Dasinger Western-City hin wird an der B 300 derzeit eine Lärmschutzwand errichtet. Bis zur Eröffnung des Teilstückes dauert es noch.
Bild: Erich Echter

B300 zwischen Aichach und Dasing: Das gibt es jetzt noch zu tun

Da ist zum Beispiel die Beschilderung und Wegweisung, die noch fehlt. Zwei Schilderbrücken werden quer über der vierspurigen Bundesstraße angebracht. Dazu sind jeweils Stützen in der Mittelgleitwand nötig, erläutert Schmid. Hinzu kommen Pflasterungen zum Beispiel an den Brücken. „Das dauert auch noch“, sagt der Fachmann. Außerdem muss noch die Lärmschutzwand zur Western-City hin angebracht werden. „Das ist sehr aufwendig“, so Schmid. Die Stützen sind in Arbeit. Die noch fehlenden Wände müssen anschließend mit einem Kran eingesetzt werden.

Weil aus diesen Gründen immer noch viel schweres Gerät auf der neuen Fahrbahn unterwegs ist, kann die letzte entscheidende Schicht bislang nicht aufgebracht werden. Damit diese nicht beschädigt wird, ist die Asphaltierung der Deckschicht erst zum Schluss geplant – etwa eine Woche vor der Eröffnung. Danach muss nur noch die Straßenmarkierung aufgebracht werden.

Wenn das geschafft ist, kann die neue, auf fünf Kilometern Autobahn ähnlich ausgebaute Bundesstraße eröffnet werden. Selbst danach aber gibt es noch zu tun: Die Überfahrten zwischen den mittleren Gleitwänden gilt es zu schließen. Da gibt es noch Lücken, weil der Verkehr jeweils einspurig über die fertigen Fahrbahnen nach Aichach an den noch unvollendeten Spuren Richtung Dasing vorbeigeleitet werden muss. Und zu guter Letzt wird entlang der Strecke ein Wildschutzzaun angebracht. Das erhöht die Sicherheit. Denn auf der neuen B300 wird auch schneller gefahren: Tempo 120. „Das ist schon ein anderes Fahren“, betont Schmid.

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