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02.07.2010

BI Klingsmoos will mit Zuschüssen punkten

Königsmoos Kurz vor dem "Showdown" beim Bürgerentscheid am Sonntag hat die BI Klingsmoos in Sachen Kindergarten noch einen Joker aus dem Hut gezaubert. Nach intensiver Recherche über Fördermöglichkeiten will die Bürgerinitiative jetzt die Höhe der Zuschüsse für einen Montessori-Kindergarten in Klingsmoos herausgefunden haben. Nach Informationen von BI-Mitglied Rainer Mayr soll der Umbau der ehemaligen Klingsmooser Schule sowie die Errichtung der Kinderkrippe insgesamt 240 000 Euro staatliche Zuschüsse bringen. Bei Baukosten von 450 000 Euro müsste damit die Gemeinde Königsmoos noch 210 000 Euro selbst tragen.

Zum Vergleich: Der Ausbau des bestehenden Kindergartens in Ludwigsmoos kostet voraussichtlich 850 000 Euro plus 33 000 Euro für Brandschutznachrüstungen. Abzüglich 450 000 Euro Zuschüsse verbleiben hier 433 000 Euro für die Gemeindekasse. Eine offizielle Bestätigung der Fördermittel für den Montessori-Kindergarten gibt es nicht, denn zuständig für die Bewilligung von Zuschüssen ist die Regierung von Oberbayern. Und die macht diesbezüglich keine Vorabberechnungen, solange kein konkreter Antrag vorliegt. Die Zuschüsse für den Ausbau in Ludwigsmoos sind hingegen bereits bewilligt. Für die BI hat das Montessori-Konzept nichtsdestotrotz damit zusätzlich an Qualität gewonnen: Für rund 200 000 Euro weniger Kosten bekämen die Königsmooser ein alternatives Erziehungs- und Betreuungsmodell, das gleichzeitig die Möglichkeit biete, Kinder mit sozialen, psychischen oder körperlichen Defiziten zu integrieren. Bei zwei Optionen würden die Kindergärten auch in einer überschaubaren Größe bleiben. Würde hingegen der Kindergarten in Ludwigsmoos erweitert, wäre er aktuell mit sechs Gruppen der größte im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen.

Der Bürgerentscheid, der am kommenden Sonntag zusammen mit dem Volksentscheid zum Nichtraucherschutz stattfindet, soll im Ergebnis den ersten Entscheid vom Oktober 2009 außer Kraft setzen. Stimmt die Mehrheit der Wähler dagegen, bleibt es beim Ausbau in Ludwigsmoos.

Macht die Mehrheit auf dem Stimmzettel jedoch ihr Kreuz bei "Ja", dann verliert der erste Bürgerentscheid seine Gültigkeit und der letzte Gemeinderatsbeschluss kommt automatisch zum Tragen. Und der besagt: In Königsmoos soll es zwei Kindergärten geben - einen in Ludwigsmoos mit fünf Gruppen und einer Kinderkrippe und einen in Klingsmoos mit zwei Gruppen. Der Vorschlag wurde im Juli 2009 mit 10:2-Stimmen angenommen. Wie Karen Johannsen vom Landratsamt aber erklärte, bliebe es in diesem Fall dem Gemeinderat aber unbenommen, diesen Beschluss wieder zu kippen und sich völlig anders zu entscheiden.

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